Impfungen 2026 in Deutschland: Empfehlungen STIKO

Die wichtigsten STIKO-Regeln 2026 nach Alter, Risiko und Lebensphase.

Impfungen 2026 in Deutschland: Empfehlungen STIKO

Beim Thema Impfung Deutschland 2026 stehen Änderungen im Mittelpunkt: MenACWY für 12- bis 14-Jährige, PCV20 für bestimmte junge Risikopersonen und die im Juli geänderte COVID-19-Empfehlung. Für Zugewanderte zählen Alter, Impfstatus und Risiken, diе compakt.de berichtet.

Die STIKO unterscheidet mehrere Impfarten. Den Versicherungsrahmen erklärt der Überblick zur Krankenversicherung in Deutschland 2026

Impfung Deutschland 2026: Was sich geändert hat

Die STIKO-Empfehlungen 2026 setzen neue Schwerpunkte: MenACWY gilt einmalig von 12 bis 14 und wird bis unter 25 nachgeholt; MenC mit 12 Monaten entfällt als Standard. Für 2- bis 17-Jährige mit erhöhtem Pneumokokken-Risiko gilt PCV20.

Impfungen 2026 in Deutschland: Empfehlungen STIKO
Impfungen 2026 in Deutschland: Empfehlungen STIKO

Erwachsene und Risikogruppen

Bei RSV ist zusätzlich ein mRNA-Impfstoff möglich. Die Herpes-zoster-Indikationsimpfung wurde auf bestimmte Risikopersonen ab 18 erweitert; bei Influenza kam eine Indikation für häufigen direkten Tierkontakt hinzu.

Die größte Änderung betrifft COVID-19: Seit Juli gilt die jährliche Standardimpfung nicht mehr ab 60, sondern ab 75 Jahren.

„Die Empfehlung zum Erlangen der Basisimmunität für die erwachsene Bevölkerung entfällt daher.“

Gesunde Erwachsene unter 75 benötigen nicht allein wegen fehlender früherer Antigenkontakte eine Nachholimpfung.

Impfkalender 2026 nach Alter

Der Impfkalender 2026 lässt sich nach Lebensphasen ordnen; individuelle Indikationen können hinzukommen.

Auch der Aufenthaltsort zählt. Regionale Details bietet der Beitrag zur FSME-Impfung in Deutschland 2026.

COVID-19, Grippe, RSV und Pneumokokken

COVID-19 seit Juli

Die COVID-19-Impfung 2026 gilt jährlich ab 75. Zusätzlich gilt die saisonale Impfung für:

  • Bewohner von Pflegeeinrichtungen und besonders gefährdete Menschen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe;
  • Personen ab sechs Monaten mit relevantem Risiko durch Grunderkrankungen;
  • Schwangere mit erhöhtem Risiko ab dem zweiten Trimenon;
  • bestimmtes Pflege- und medizinisches Personal mit erhöhtem Expositionsrisiko;
  • enge Kontaktpersonen von Menschen ohne zu erwartende schützende Immunantwort.

Bevorzugt wird im Spätsommer oder Frühherbst geimpft; zur letzten Impfung oder nachgewiesenen Infektion sollen möglichst sechs Monate liegen.

Für gesunde Erwachsene unter 75 ist ein unvollständiger früherer „Drei-Kontakte“-Nachweis seit Juli 2026 allein keine Impfentscheidung mehr.

Influenza, RSV und Pneumokokken

Die Grippeimpfung 2026 gilt ab 60 jährlich mit Hochdosis- oder MF59-adjuvantiertem Impfstoff. Die RSV-Impfung 2026 ist ab 75 einmalig vorgesehen, von 60 bis 74 bei schweren Grunderkrankungen oder in Pflegeeinrichtungen.

Die Pneumokokken-Impfung mit PCV20 gehört ab 60 zum Standard. Nach PPSV23 folgen grundsätzlich mindestens sechs Jahre Abstand; bei ausgeprägter Immundefizienz gelten Ausnahmen.

Kinder, Jugendliche und Schwangerschaft

HPV und Meningokokken

HPV wird von 9 bis 14 mit zwei Dosen im Mindestabstand von fünf Monaten empfohlen. Nachholen ist bis unter 18 möglich; ab 15 sind drei Dosen vorgesehen. MenACWY gilt einmalig von 12 bis 14 und kann bis unter 25 nachgeholt werden.

Schwangerschaft

Influenza und Pertussis werden in jeder Schwangerschaft empfohlen. Influenza regulär ab dem zweiten Trimenon, bei erhöhtem Risiko ab dem ersten; Pertussis üblicherweise ab der 28. Woche, bei Frühgeburtsrisiko früher.

Bei COVID-19 entfällt seit Juli die frühere Basisimmunitäts-Empfehlung für gesunde Schwangere. Bei erhöhtem Risiko bleibt die saisonale Impfung ab dem zweiten Trimenon vorgesehen.

Kosten, Nachholen und Wann zum Arzt?

Für Impfung Deutschland ist die Trennung zwischen Empfehlung und Kostenanspruch wichtig. Für GKV-Leistungen gilt die Schutzimpfungs-Richtlinie; freiwillige Extras zeigt der Krankenkassenvergleich 2026.

„Der G-BA hat spätestens zwei Monate nach Veröffentlichung der STIKO-Empfehlung eine Entscheidung zur Umsetzung zu treffen.“

Impfstatus in fünf Schritten

  1. Impfpass und ärztliche Unterlagen zusammentragen.
  2. Alter, Schwangerschaft, Erkrankungen, Beruf und Exposition berücksichtigen.
  3. Lücken mit dem STIKO-Nachholschema abgleichen lassen.
  4. Bei Reiseimpfungen oder neuen Empfehlungen die Kostenübernahme klären.
  5. Jede Dosis mit Datum und Impfstoff dokumentieren lassen.

Ausländische Impfpässe sind nutzbar, wenn Impfstoff und Datum nachvollziehbar sind. Fehlen Nachweise, kann die Praxis ein altersgerechtes Nachholschema erstellen.

Impfungen 2026 in Deutschland: Empfehlungen STIKO
Impfungen 2026 in Deutschland: Empfehlungen STIKO

Wann zum Arzt?

Ärztliche Klärung ist besonders bei früherer schwerer allergischer Impfreaktion, relevanter akuter Erkrankung, Immunsuppression oder komplexen Vorerkrankungen nötig. Starke oder anhaltende Beschwerden nach einer Impfung sollten medizinisch beurteilt werden. Bei Atemnot, Gesichts- oder Rachenschwellung, Kreislaufkollaps oder Bewusstseinsstörung gilt 112; für dringende, nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten 116117.

FAQ zu Impfungen 2026

Was 2026 praktisch zählt

Impfung Deutschland 2026 bedeutet, den Schutz an Alter und Risiko anzupassen. Prüfrelevant sind MenACWY bei Jugendlichen, PCV20 bei Risikogruppen, die COVID-19-Altersgrenze 75 und RSV im höheren Alter. Tetanus und Diphtherie bleiben im Zehnjahresrhythmus relevant.

Der nächste sinnvolle Schritt ist ein Impfpass-Check in der zuständigen Praxis. Bei neuen Empfehlungen sollte zusätzlich die Kostenregel der Krankenkasse geklärt werden. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.