Krankschreibung 2026 in Deutschland: Regeln und Pflichten

Krankschreibung 2026 in Deutschland: eAU, Meldepflicht, Lohnfortzahlung, Krankengeld, Urlaub und wichtige Regeln für Arbeitnehmer erklärt.

Krankschreibung 2026 in Deutschland: Regeln und Pflichten

Eine Krankschreibung ist 2026 in Deutschland in vielen Fällen digital geworden. Wer gesetzlich krankenversichert ist, muss die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung normalerweise nicht mehr selbst beim Arbeitgeber abgeben. Trotzdem bleibt eine zentrale Pflicht bestehen: Der Arbeitgeber muss unverzüglich darüber informiert werden, dass die Arbeit wegen Krankheit nicht ausgeübt werden kann und wie lange die Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich dauert, diе compakt.de berichtet.

Genau hier entstehen in der Praxis viele Missverständnisse. Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, kurz eAU, ersetzt nicht die Krankmeldung. Außerdem kann der Arbeitgeber eine ärztliche Feststellung früher verlangen, als es die allgemeine gesetzliche Grundregel vorsieht.

Wer krank ist, muss nicht nur zum Arzt gehen, sondern auch die arbeitsrechtlichen Fristen im Blick behalten.

Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Regeln für 2026: von der ersten Krankmeldung über die eAU und die Lohnfortzahlung bis zum Krankengeld, längeren Erkrankungen, Urlaub und besonderen Fällen für Privatversicherte oder Beschäftigte im Ausland.

Krankschreibung 2026 und Krankmeldung beim Arbeitgeber

Die Krankmeldung muss unverzüglich erfolgen

Wer morgens feststellt, dass er nicht arbeiten kann, sollte den Arbeitgeber möglichst sofort informieren. Das Gesetz verlangt die Mitteilung der Arbeitsunfähigkeit und ihrer voraussichtlichen Dauer ohne schuldhaftes Zögern.

Dafür ist keine Diagnose erforderlich. Eine Nachricht wie „Ich bin heute arbeitsunfähig und werde voraussichtlich bis Freitag fehlen“ enthält grundsätzlich die entscheidenden Informationen. Ob die Meldung telefonisch, per E-Mail oder über ein betriebliches System erfolgt, kann sich aus den Regeln des Unternehmens ergeben.

Krankschreibung 2026 in Deutschland: Regeln und Pflichten
Krankschreibung 2026 in Deutschland: Regeln und Pflichten

Der Arbeitgeber darf außerdem verlangen, dass eine ärztliche Feststellung bereits am ersten Krankheitstag erfolgt. Deshalb sollte nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass drei Tage Krankheit ohne Arztbesuch immer möglich sind.

„Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen.“

Die gesetzlichen Grundlagen gelten auch für Beschäftigte, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland arbeiten. Einen breiteren Überblick über Arbeitsvertrag, Urlaub und weitere Rechte bietet der Ratgeber Arbeiten in Deutschland 2026 und wichtige Arbeitnehmerrechte.

Ab wann ist eine ärztliche Bescheinigung erforderlich?

Nach der allgemeinen gesetzlichen Regel muss die Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt werden, wenn sie länger als drei Kalendertage dauert. Die ärztliche Feststellung muss dann spätestens am darauffolgenden Arbeitstag erfolgen.

Das bedeutet nicht, dass ein Beschäftigter erst am vierten Tag zum Arzt gehen darf. Eine frühere Untersuchung ist selbstverständlich möglich und kann durch betriebliche Vorgaben sogar erforderlich sein.

SituationWas 2026 grundsätzlich gilt
Kurze ErkrankungArbeitgeber unverzüglich informieren
Mehr als 3 Kalendertage ArbeitsunfähigkeitÄrztliche Feststellung erforderlich
Arbeitgeber verlangt AU ab Tag 1Vorgabe ist zu beachten
Erkrankung dauert länger als zunächst bescheinigtWeitere AU-Feststellung erforderlich
Gesetzlich VersicherteeAU in den üblichen Fällen digital
PrivatversicherteNachweis grundsätzlich selbst übermitteln

Die Drei-Tage-Regel ist deshalb keine allgemeine „Freistellung ohne Arzt“.

eAU 2026: Was Arbeitnehmer selbst erledigen müssen

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Seit 2023 läuft die Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsdaten bei gesetzlich Versicherten grundsätzlich elektronisch. Die Arztpraxis übermittelt die Daten an die Krankenkasse. Der Arbeitgeber ruft die Informationen anschließend dort ab.

Für Beschäftigte bedeutet das eine wichtige Veränderung: Der Papiernachweis muss in den normalen Fällen nicht mehr persönlich beim Arbeitgeber abgegeben werden. Die eAU macht aus der Krankmeldung aber keinen vollständig automatischen Vorgang.

Der Beschäftigte muss den Arbeitgeber weiterhin unverzüglich informieren. Erst danach kann der Arbeitgeber die entsprechenden Daten bei der Krankenkasse abrufen.

„Die Vorlagepflicht entfällt, die Meldepflicht bleibt.“

Die Diagnose bleibt beim Arbeitgeber außen vor

Der Arbeitgeber erhält über die eAU keine Diagnose. Für ihn sind vor allem Beginn und voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit relevant.

Das ist gerade bei sensiblen Erkrankungen wichtig. Arbeitnehmer müssen dem Vorgesetzten normalerweise nicht erklären, woran sie erkrankt sind. Auch eine Nachfrage nach Einzelheiten zur Diagnose ändert daran grundsätzlich nichts.

Ausnahmen vom elektronischen Verfahren gibt es unter anderem bei Privatversicherten, bestimmten privatärztlichen Behandlungen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus dem Ausland, Minijobs in Privathaushalten sowie bei einigen weiteren Sonderfällen.

Lohnfortzahlung bei Krankheit 2026

Wann zahlt der Arbeitgeber weiter?

Wer wegen Krankheit arbeitsunfähig ist, hat grundsätzlich Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber für bis zu sechs Wochen. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Arbeitsunfähigkeit nicht selbst verschuldet wurde.

Der Anspruch auf gesetzliche Entgeltfortzahlung entsteht allerdings erst nach einer vierwöchigen ununterbrochenen Dauer des Arbeitsverhältnisses. Das ist besonders für Menschen wichtig, die gerade eine neue Stelle begonnen haben.

Wer innerhalb dieser ersten vier Wochen krank wird, erhält deshalb nicht automatisch sechs Wochen Lohnfortzahlung vom neuen Arbeitgeber. Unter bestimmten Voraussetzungen kann stattdessen die Krankenkasse mit Krankengeld einspringen.

Was wird während der Krankheit bezahlt?

Grundsätzlich wird das Arbeitsentgelt fortgezahlt, das während der regelmäßigen Arbeitszeit angefallen wäre. Zusätzlich für Überstunden gezahltes Arbeitsentgelt gehört dagegen grundsätzlich nicht zur Berechnungsgrundlage der gesetzlichen Entgeltfortzahlung.

Für Arbeitnehmer kann das bei wechselnden Arbeitszeiten oder regelmäßigen Zusatzschichten relevant sein. Tarifverträge und individuelle Vertragsbedingungen können außerdem Besonderheiten enthalten.

Eine Krankheit beendet den Arbeitsvertrag nicht automatisch und setzt auch die übrigen arbeitsrechtlichen Pflichten nicht vollständig außer Kraft.

Krankheit während der Probezeit

Eine Krankschreibung ist auch während der Probezeit möglich. Die Probezeit bedeutet nicht, dass Beschäftigte ihre normalen Rechte verlieren.

Allerdings muss zwischen Probezeit und Wartezeit beim allgemeinen Kündigungsschutz unterschieden werden. Wer krank wird, sollte deshalb nicht davon ausgehen, dass eine Erkrankung automatisch vor einer Kündigung schützt.

Für Beschäftigte mit einem neuen Arbeitsvertrag kann auch der aktuelle Ratgeber zu Probezeit, Kündigungsfristen und Rechten 2026 hilfreich sein.

Krankengeld nach sechs Wochen

Wann übernimmt die Krankenkasse?

Dauert die Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Erkrankung länger als sechs Wochen, endet grundsätzlich die gesetzliche Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers. Bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern kann anschließend Krankengeld von der Krankenkasse gezahlt werden.

Das Krankengeld beträgt grundsätzlich 70 Prozent des regelmäßigen Bruttoarbeitsentgelts, darf aber nicht höher sein als 90 Prozent des letzten Nettoarbeitsentgelts. Für die Berechnung gilt außerdem die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung.

Krankschreibung 2026 in Deutschland: Regeln und Pflichten
Krankschreibung 2026 in Deutschland: Regeln und Pflichten

2026 liegt diese Grenze bei 5.812,50 Euro monatlich beziehungsweise 69.750 Euro jährlich. Die Begrenzung bedeutet, dass bei hohen Einkommen nicht das komplette Bruttoeinkommen für die Krankengeldberechnung berücksichtigt wird.

PunktRegel 2026
Entgeltfortzahlung durch Arbeitgebergrundsätzlich bis zu 6 Wochen
Krankengeldgrundsätzlich 70 % des Bruttoentgelts
Obergrenze gegenüber Nettohöchstens 90 % des letzten Nettoentgelts
Beitragsbemessungsgrenze GKV5.812,50 € monatlich
Maximale Bezugsdauer bei derselben Erkrankunggrundsätzlich 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren

Die Lohnfortzahlung und das Krankengeld sind dabei nicht zwei voneinander unabhängige Zeiträume. Die gesetzliche Höchstdauer von 78 Wochen innerhalb von drei Jahren berücksichtigt die Entgeltfortzahlung.

Warum lückenlose Bescheinigungen wichtig sind

Bei einer längeren Erkrankung darf zwischen zwei Feststellungen der Arbeitsunfähigkeit nicht einfach eine unbeabsichtigte Lücke entstehen. Läuft eine Bescheinigung aus und besteht die Krankheit weiter, sollte die weitere Arbeitsunfähigkeit rechtzeitig ärztlich festgestellt werden.

Ein einfaches Beispiel: Endet die bisherige AU am Freitag und besteht die Erkrankung weiter, muss die weitere Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich spätestens am folgenden Werktag festgestellt werden.

Das ist vor allem beim Krankengeld wichtig. Eine lückenlose Dokumentation hilft der Krankenkasse, den Leistungszeitraum korrekt zu bestimmen.

„Wer ohne Unterbrechung krank ist, sollte auch die ärztliche Feststellung ohne Unterbrechung organisieren.“

Was während der Krankschreibung erlaubt ist

Muss man zu Hause bleiben?

Eine Arbeitsunfähigkeit bedeutet nicht automatisch, dass die betroffene Person die Wohnung nicht verlassen darf. Entscheidend ist, ob das Verhalten der Genesung entgegensteht.

Wer beispielsweise wegen einer Infektion krankgeschrieben ist, muss sich anders verhalten als jemand mit einer Verletzung, bei der Bewegung Teil der Genesung sein kann. Ein Spaziergang kann deshalb etwas völlig anderes sein als eine anstrengende sportliche Aktivität.

Problematisch wird es insbesondere dann, wenn eine Tätigkeit den Heilungsverlauf gefährdet oder den Eindruck erweckt, die Arbeitsunfähigkeit sei nicht nachvollziehbar.

Darf man während der AU verreisen?

Eine Reise ist nicht allein wegen einer Arbeitsunfähigkeit automatisch verboten. Bei einer längeren Erkrankung und insbesondere beim Bezug von Krankengeld sollten jedoch die Auswirkungen auf Genesung und Leistungsanspruch geprüft werden.

Für Reisen ins Ausland gelten zusätzliche Mitteilungspflichten. Wer bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit bereits im Ausland ist, muss Arbeitgeber und bei gesetzlicher Versicherung grundsätzlich auch die Krankenkasse schnellstmöglich informieren.

Arbeiten trotz Krankschreibung

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist kein absolutes gesetzliches Arbeitsverbot. Sie stellt fest, dass die Person ihre vertraglich geschuldete Arbeit wegen Krankheit nicht ausüben kann.

Wer sich früher wieder arbeitsfähig fühlt, kann grundsätzlich vor Ablauf der bescheinigten Dauer an den Arbeitsplatz zurückkehren. Eine sogenannte „Gesundschreibung“ ist im normalen Fall nicht erforderlich. Bei Unsicherheit sollte die Situation mit der behandelnden Arztpraxis und dem Arbeitgeber geklärt werden.

Krankheit im Urlaub und weitere Sonderfälle

Erkrankung während des Urlaubs

Wer während des genehmigten Urlaubs krank wird, muss die Arbeitsunfähigkeit ärztlich feststellen lassen. Die nachgewiesenen Krankheitstage werden nicht auf den Jahresurlaub angerechnet.

„Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so werden die durch ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet.“

Die verlorenen Urlaubstage werden allerdings nicht automatisch an den bestehenden Urlaub angehängt. Sie müssen später erneut beantragt und vom Arbeitgeber genehmigt werden.

Eine aktuelle Übersicht zu Urlaubstagen in Deutschland 2026 erklärt außerdem die Unterschiede zwischen gesetzlichem Mindesturlaub, Teilzeit und Urlaub bei einem Jobwechsel.

Arbeitsunfähigkeit im Ausland

Wer während eines Auslandsaufenthalts krank wird, hat zusätzliche Informationspflichten. Neben der Arbeitsunfähigkeit und der voraussichtlichen Dauer muss dem Arbeitgeber auch die Adresse am Aufenthaltsort mitgeteilt werden.

Gesetzlich Versicherte müssen außerdem ihre Krankenkasse informieren. Die klassische eAU funktioniert bei einer im Ausland ausgestellten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht auf dieselbe Weise wie bei einer normalen Behandlung in Deutschland.

Gerade bei längeren Auslandsaufenthalten sollten deshalb die Nachweise und Übermittlungswege frühzeitig geklärt werden.

Checkliste für die Krankschreibung 2026

Wenn eine Erkrankung die Arbeit verhindert, lässt sich der Ablauf auf wenige praktische Schritte reduzieren:

  1. Arbeitgeber unverzüglich informieren.
  2. Prüfen, ob im Betrieb eine AU bereits ab dem ersten Tag verlangt wird.
  3. Ärztliche Arbeitsunfähigkeit rechtzeitig feststellen lassen.
  4. Als gesetzlich Versicherter kontrollieren, ob die eAU korrekt übermittelt werden kann.
  5. Bei einer Verlängerung rechtzeitig eine Folgebescheinigung beziehungsweise weitere Feststellung organisieren.
  6. Bei längerer Krankheit den Übergang von Entgeltfortzahlung zu Krankengeld beachten.
  7. Nachweise und eigene Unterlagen aufbewahren.
  8. Bei einer Erkrankung im Urlaub oder Ausland zusätzliche Meldepflichten beachten.

Die meisten Probleme entstehen nicht durch die Krankheit selbst, sondern durch eine verspätete Meldung oder eine Lücke bei der ärztlichen Feststellung.

Häufige Fragen zur Krankschreibung 2026

Muss ich meinem Arbeitgeber die Diagnose nennen?

Nein. Für die normale Krankmeldung reicht grundsätzlich die Information, dass Arbeitsunfähigkeit besteht und wie lange sie voraussichtlich dauert. Die Diagnose wird bei der eAU nicht an den Arbeitgeber übermittelt.

Ab welchem Tag braucht man eine Krankschreibung?

Grundsätzlich wird eine ärztliche Feststellung erforderlich, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage dauert. Der Arbeitgeber darf jedoch eine ärztliche Feststellung bereits ab dem ersten Tag verlangen.

Wer zahlt nach sechs Wochen Krankheit?

Bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern übernimmt grundsätzlich die Krankenkasse mit Krankengeld, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Höhe ist gesetzlich begrenzt und richtet sich nach dem Einkommen.

Muss ich die eAU selbst an den Arbeitgeber schicken?

Bei gesetzlich Versicherten ist das in den üblichen Fällen nicht mehr erforderlich. Die Krankenkasse stellt die Daten dem Arbeitgeber elektronisch zur Verfügung. Die Krankmeldung selbst muss der Arbeitnehmer weiterhin unverzüglich abgeben.

Was passiert, wenn die Krankschreibung verlängert werden muss?

Die weitere Arbeitsunfähigkeit muss rechtzeitig ärztlich festgestellt werden. Gerade bei Krankengeld ist darauf zu achten, dass keine unbeabsichtigte Lücke zwischen den Bescheinigungen entsteht.

Werden Krankheitstage im Urlaub abgezogen?

Nein, wenn die Arbeitsunfähigkeit ärztlich nachgewiesen wurde. Die entsprechenden Tage gelten nicht als verbrauchte Urlaubstage. Der Urlaub muss für diese Tage später neu genommen werden.

Darf der Arbeitgeber die Krankschreibung ab dem ersten Tag verlangen?

Ja. Das Entgeltfortzahlungsgesetz erlaubt dem Arbeitgeber, die ärztliche Feststellung früher zu verlangen als nach der allgemeinen Drei-Kalendertage-Regel.

Was Beschäftigte 2026 im Blick behalten sollten

Die Regeln zur Arbeitsunfähigkeit sind 2026 stark digital geprägt, die wichtigste Pflicht bleibt aber analog: Der Arbeitgeber muss rechtzeitig informiert werden. Die eAU nimmt gesetzlich Versicherten in den üblichen Fällen die Übermittlung des Nachweises ab, nicht jedoch die Verantwortung für die Krankmeldung.

Finanziell sind vor allem die sechs Wochen Entgeltfortzahlung, der anschließende mögliche Anspruch auf Krankengeld und die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro monatlich relevant. Bei längeren Erkrankungen kommt es zusätzlich auf lückenlose Feststellungen und die korrekte Kommunikation mit Arbeitgeber und Krankenkasse an.

Für Arbeitnehmer in Deutschland bedeutet das praktisch: Krankmeldung sofort, ärztliche Feststellung rechtzeitig, Verlängerungen ohne Lücke und bei Sonderfällen wie Urlaub oder Auslandsaufenthalt zusätzliche Regeln beachten.