Das Gehalt Lehrer 2026 hängt in Deutschland stark vom Bundesland und vom Beschäftigungsstatus ab. Verbeamtete Lehrkräfte erhalten Besoldung nach Landesrecht, tarifbeschäftigte Lehrkräfte werden meist nach TV-L bezahlt; Hessen nutzt mit dem TV-H ein eigenes Tarifsystem. Schulart, Lehramtsbefähigung, Erfahrungsstufe und Zuschläge verändern den Monatsbetrag zusätzlich, diе compakt.de berichtet.
Für einen belastbaren Vergleich reicht „A12 oder A13?“ nicht aus. 2026 hat Nordrhein-Westfalen die Überleitung nach A13 zum 1. August abgeschlossen, Bayern und Hessen arbeiten weiter mit Stufenmodellen. Mehr zu Brutto, Netto und Lohnentwicklung bietet der Compakt-Ratgeber zum Gehalt in Deutschland 2026.
Gehalt Lehrer 2026: Was die Höhe bestimmt
Beamtenbesoldung ist Ländersache
Bei Beamten legt jedes Bundesland eigene Grundgehaltssätze fest. A13 in Berlin ist daher nicht derselbe Euro-Betrag wie A13 in Bayern oder Hamburg. Auch Erfahrungsstufen beginnen nicht überall gleich.
Die Besoldungsgruppe beschreibt die Einordnung der Stelle; der tatsächliche Monatsbetrag entsteht erst aus Gruppe, Stufe und Zuschlägen.
Für Gymnasiallehrkräfte ist A13 häufig das Eingangsamt, teils mit Stellen- oder Strukturzulage. Bei Grundschulen ist die Lage uneinheitlicher. Deshalb ist Gehalt Lehrer ohne Bundesland und Schulart zu grob.
Angestellte Lehrkräfte und TV-L
Tarifbeschäftigte Lehrkräfte fallen meist unter den TV-L. Seit 1. April 2026 sind die Tabellenentgelte um 2,8 Prozent gestiegen, mindestens um 100 Euro monatlich. Weitere Erhöhungen folgen 2027 und 2028.

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel sagte zum Abschluss, er biete den Länderhaushalten „in den kommenden 27 Monaten Planungssicherheit“.
Bei TV-L E13 entscheidet zusätzlich die Erfahrungsstufe. Auch die Anerkennung früherer Berufsjahre kann das Einstiegsentgelt spürbar verändern.
Bundesländer-Vergleich: A12 oder A13 in der Grundschule?
Die Übersicht zeigt das Eingangsamt voll ausgebildeter Grundschullehrkräfte, Stand September 2026. Zulagen und Einstiegsstufen unterscheiden sich zusätzlich. Die Einstufungen basieren auf den Länderangaben, einschließlich der für 2026 vorgesehenen Überleitungen.
| Bundesland | Grundschule 2026 | Einordnung |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | A12 | A13 nicht flächendeckend |
| Bayern | A12 + Zulage | Stufenmodell Richtung A13 bis 2028 |
| Berlin | A13 | reguläres Eingangsamt |
| Brandenburg | A13 / E13 | Beamte A13, Tarifbeschäftigte E13 |
| Bremen | A13 + Zulage | allgemeine Stellenzulage |
| Hamburg | A13 + Zulage | allgemeine Stellenzulage |
| Hessen | A12 + Aufstockung | Stufenmodell bis 2028 |
| Mecklenburg-Vorpommern | A13 | Grundschule auf A13 |
| Niedersachsen | A13 / E13 | seit 2024 angehoben |
| Nordrhein-Westfalen | A13 | seit 1. August 2026 vollständig |
| Rheinland-Pfalz | A12 | A13 2026 noch nicht vollständig |
| Saarland | A12 | 2026 noch keine volle Umstellung |
| Sachsen | A13 | Eingangsamt A13 |
| Sachsen-Anhalt | A13 | vollständige Anhebung erfolgt |
| Schleswig-Holstein | A13 | Überleitung abgeschlossen |
| Thüringen | A13 / E13 | Grundschule auf A13/E13 |
Die entscheidende Trennlinie 2026 lautet: A13 umgesetzt, A13 im Stufenmodell oder Grundschule weiterhin A12.
Für A13 Lehrer ist das besonders bei einem Länderwechsel relevant. Pflichtstunden, Wohnkosten und Zulagen gehören ebenfalls in die Rechnung. Der Compakt-Vergleich zum öffentlichen Dienst 2026 ergänzt die Besoldungsentwicklung.
Wie hoch kann das Lehrergehalt 2026 konkret sein?
Berlin als Rechenbeispiel
Berlin zeigt, warum die Erfahrungsstufe in jede Gehaltsangabe gehört. Seit April 2026 reicht A13 bei Vollzeit von 5.060,75 Euro in Stufe 1 bis 6.489,42 Euro in Stufe 8. Für bestimmte A13-Beamte kann zusätzlich eine Hauptstadtzulage von 150 Euro gelten.
Diese Werte sind kein bundesweiter Tarif. In anderen Ländern beginnen Stufen anders oder Zuschläge werden nach eigenen Regeln berechnet.
Ein „A13-Einstiegsgehalt“ ohne Bundesland und Erfahrungsstufe ist deshalb nur ein grober Vergleichswert.
Grundschule, Gymnasium und Sonderpädagogik
Das Gehalt Grundschullehrer hat sich in vielen Ländern an A13 angenähert. Bei Gymnasien kommen teils Struktur- oder Stellenzulagen hinzu. Sonderpädagogische Lehrämter sind überwiegend A13 zugeordnet.
Für den eigenen Vergleich zählen vor allem:
- Schulart und anerkannte Lehramtsbefähigung,
- Beamtenstatus oder Tarifbeschäftigung,
- Besoldungs- beziehungsweise Entgeltgruppe,
- Erfahrungsstufe und Zulagen.
Was sich 2026 bei Lehrerbesoldung und Tarif ändert
Beim Lehrergehalt 2026 gehört Nordrhein-Westfalen zu den Ländern mit einer wichtigen strukturellen Änderung. Die A13-Überleitung wurde zum 1. August 2026 beendet. Bayern und Hessen befinden sich weiter in ihren bis 2028 laufenden Stufenmodellen.
Für Bewerbungen zählt der tatsächliche Einstellungstermin, weil eine Stufe oder gesetzliche Überleitung den Betrag innerhalb eines Jahres verändern kann.
Für Tarifbeschäftigte gilt im TV-L seit April die Erhöhung um 2,8 Prozent, mindestens 100 Euro. Der Beitrag zum Mindestlohn 2026 in Deutschland ordnet die allgemeine Lohnentwicklung ein, auch wenn Lehrkräfte deutlich oberhalb der gesetzlichen Lohnuntergrenze liegen.
Beamter oder angestellt: Warum Netto anders ausfällt
Beim Lehrer Gehalt netto ist der reine Bruttovergleich irreführend. Tarifbeschäftigte zahlen regulär Sozialbeiträge; Beamte haben eine andere Versorgungsstruktur, Beihilfe und Krankenversicherung.
Steuerklasse, Kinder und Versicherungsmodell verändern das Ergebnis weiter. Für konkrete Werte hilft der Compakt-Brutto-Netto-Rechner 2026.
Praxis-Einordnung: Zwei Lehrkräfte mit gleichem Brutto können wegen Status, Krankenversicherung und Familienkonstellation deutlich unterschiedliche Nettobeträge erhalten.
Checkliste für einen echten Länder-Vergleich
- Schulart und Lehramtsbefähigung festhalten.
- Beamten- oder Tarifstelle prüfen.
- Gruppe und konkrete Erfahrungsstufe vergleichen.
- Familien-, Orts-, Struktur- und Stellenzulagen addieren.
- Pflichtstunden und anerkannte Berufsjahre einbeziehen.
- Erst danach Netto und Lebenshaltungskosten vergleichen.
Bei ausländischem Abschluss kommt die Anerkennung hinzu. Der Überblick zum Arbeiten in Deutschland 2026 erklärt Beschäftigung und Bewerbung.
FAQ zum Lehrergehalt 2026
Wie hoch ist das Gehalt Lehrer 2026?
Es gibt keinen einheitlichen Betrag. Bei Beamten bestimmen Bundesland, A12/A13, Erfahrungsstufe und Zuschläge das Brutto; Tarifbeschäftigte werden meist nach TV-L eingruppiert, in Hessen nach TV-H.
Bekommen alle Grundschullehrer 2026 A13?
Nein. Viele Länder zahlen bereits A13, Nordrhein-Westfalen seit 1. August 2026 vollständig. Bayern und Hessen befinden sich noch in Stufenmodellen; Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland sind 2026 nicht flächendeckend bei A13.
Was verdient ein Lehrer mit A13?
Das hängt von Landesrecht und Stufe ab. Berlin zahlt seit April 2026 in A13 ein Grundgehalt von 5.060,75 bis 6.489,42 Euro monatlich bei Vollzeit.

Ist E13 dasselbe wie A13?
Nein. E13 ist eine tarifliche Entgeltgruppe für Arbeitnehmer, A13 eine Besoldungsgruppe für Beamte. Auch Abzüge, Altersversorgung und Krankenversicherung unterscheiden sich.
Verdienen Gymnasiallehrer mehr als Grundschullehrer?
In Ländern mit A12 für die Grundschule besteht weiterhin ein deutlicher Unterschied zur A13-Besoldung. Wo beide Lehrämter A13 erhalten, können Stellenzulagen, Beförderungswege und die konkrete Erfahrungsstufe trotzdem zu verschiedenen Monatsbezügen führen.
Welches Bundesland zahlt Lehrern am meisten?
Eine seriöse Rangliste braucht denselben Modellfall. A13 allein genügt nicht, weil Einstiegsstufen, Familienzuschläge, Sonderzahlungen und Beihilfe variieren. Vor einem Wechsel sollte deshalb die konkrete Tabelle des Ziellandes mit der persönlichen Stufe gerechnet werden.