Der Aussaatkalender 2026 hilft dabei, Gemüse, Kräuter und Blumen zum passenden Zeitpunkt vorzuziehen, direkt ins Beet zu säen oder als Jungpflanzen auszusetzen. Ein früher Start ist dabei nicht automatisch besser. Wer Tomaten im dunklen Januar aussät oder Bohnen in kalte Erde legt, riskiert schwache Pflanzen, schlechte Keimung und unnötige Verluste. Gleichzeitig kann eine zu späte Aussaat die Erntezeit deutlich verkürzen, besonders bei wärmeliebenden Arten mit langer Entwicklungsdauer, diе compakt.de berichtet.
Für Deutschland kann es keinen einzigen, überall exakt gültigen Saattermin geben. Ein geschützter Garten am Oberrhein erwärmt sich früher als ein Beet in einer Mittelgebirgslage oder nahe der Küste. Deshalb verbindet dieser Kalender typische Zeitfenster mit praktischen Temperatur- und Wetterhinweisen. Sie erfahren, was Sie im Haus vorziehen können, welche Kulturen direkt ins Freiland gehören und wann empfindliche Pflanzen sicher nach draußen dürfen.
Inhaltsverzeichnis
| Abschnitt | Inhalt |
|---|---|
| Grundlagen | Vorziehen, Direktsaat und Auspflanzen unterscheiden |
| Jahresübersicht | Aussaatzeiten von Januar bis Dezember |
| Frühjahr | Gemüse und Kräuter richtig starten |
| Eisheilige | Frostempfindliche Pflanzen sicher auspflanzen |
| Sommer und Herbst | Nachsaaten und Wintergemüse planen |
| Balkon und Hochbeet | Termine an kleine Anbauflächen anpassen |
| Häufige Fehler | Keimprobleme und Wachstumsstörungen vermeiden |
| FAQ | Antworten auf typische Fragen |
Aussaatkalender 2026: Vorziehen, Direktsaat oder Auspflanzen?
Saatgutpackungen nennen häufig mehrere Zeiträume. Diese Angaben wirken auf den ersten Blick widersprüchlich, beziehen sich jedoch auf unterschiedliche Anbaumethoden. Paprika kann beispielsweise bereits im Februar im Haus vorgezogen werden, darf aber noch lange nicht ins Freiland. Möhren werden dagegen normalerweise direkt an ihrem endgültigen Standort gesät, weil sie das Umpflanzen schlecht vertragen.

Vorziehen im Haus oder Gewächshaus
Beim Vorziehen keimen die Samen in kleinen Töpfen, Schalen oder Anzuchtplatten unter geschützten Bedingungen. Diese Methode verlängert die Vegetationsperiode und eignet sich besonders für Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen, Gurken, Kürbis und Zucchini.
Wärme allein reicht jedoch nicht aus. Fehlt Licht, entstehen lange, dünne und instabile Triebe. Eine helle Fensterbank, ein kühlerer Standort nach der Keimung und zurückhaltendes Gießen sind oft wichtiger als ein besonders früher Start.
Direktsaat ins Freiland
Bei der Direktsaat ins Beet wird das Saatgut dort abgelegt, wo die Pflanze bis zur Ernte wachsen soll. Typische Kulturen sind Möhren, Radieschen, Erbsen, Spinat, Bohnen, Rote Bete und Pastinaken.
Die Erde sollte krümelig, ausreichend warm und nicht vernässt sein. In schwerem, kaltem Boden verfaulen Samen leichter. Kleine Samen dürfen außerdem nicht zu tief ausgesät werden.
Jungpflanzen auspflanzen
Vorgezogene Pflanzen müssen sich vor dem Umzug ins Beet an Sonne, Wind und Temperaturschwankungen gewöhnen. Dieses Abhärten dauert meist etwa eine Woche. Stellen Sie die Töpfe zunächst nur stundenweise an einen geschützten Platz und vermeiden Sie intensive Mittagssonne.
Der Kalender nennt den möglichen Zeitraum. Ob tatsächlich gesät oder gepflanzt werden kann, entscheidet immer das Wetter am eigenen Standort.
Der große Aussaat- und Pflanzkalender für Deutschland
Die folgende Übersicht fasst typische Zeitfenster für beliebte Nutzpflanzen zusammen. Je nach Sorte, Region, Gewächshaus und Witterung können sich die Angaben um mehrere Wochen verschieben.
| Kultur | Vorziehen | Direktsaat im Freiland | Auspflanzen | Typische Ernte |
| Aubergine | Februar bis März | nicht üblich | ab Mitte/Ende Mai | August bis Oktober |
| Basilikum | März bis Mai | ab Ende Mai | ab Mitte Mai geschützt | Juni bis September |
| Bohnen | April geschützt möglich | Mitte Mai bis Juli | ab Mitte Mai | Juli bis Oktober |
| Brokkoli | Februar bis Juni | April bis Juni möglich | April bis Juli | Juni bis November |
| Erbsen | nicht nötig | Februar/März bis Juni | nicht nötig | Mai bis August |
| Feldsalat | nicht nötig | Juli bis Oktober | nicht nötig | September bis März |
| Gurke | April bis Anfang Mai | ab Mitte/Ende Mai | ab Mitte Mai | Juli bis September |
| Kohlrabi | Februar bis Juli | April bis Juni | März bis August | Mai bis Oktober |
| Kürbis | April | ab Mitte Mai | ab Mitte Mai | September bis Oktober |
| Mangold | März bis April | April bis Juni | April bis Juni | Juni bis November |
| Möhre | nicht üblich | Februar/März bis Juli | nicht nötig | Juni bis November |
| Paprika und Chili | Januar/Februar bis März | nicht empfohlen | ab Mitte/Ende Mai | Juli bis Oktober |
| Radieschen | nicht nötig | Februar/März bis September | nicht nötig | März bis Oktober |
| Salat | Februar bis August | März bis August | März bis September | April bis Oktober |
| Spinat | nicht nötig | Februar bis Mai, August bis Oktober | nicht nötig | April bis November |
| Tomate | März bis Anfang April | nicht üblich | ab Mitte Mai | Juli bis Oktober |
| Zucchini | April | ab Mitte Mai | ab Mitte Mai | Juni bis Oktober |
| Zwiebel | Februar bis April | März bis April | Steckzwiebeln ab März | Juli bis September |
Die Tabelle ist kein Ersatz für die Angaben auf der Saatgutpackung. Frühe und späte Sorten können unterschiedliche Ansprüche haben. Achten Sie außerdem darauf, ob eine Sorte für Freiland, Gewächshaus, Kübel oder Überwinterung vorgesehen ist.
Januar bis März: Das Gartenjahr beginnt geschützt
Im Januar ist Zurückhaltung meist sinnvoll. Zwar können Paprika, Chili und Auberginen früh gestartet werden, sie benötigen dann jedoch viel Licht und gleichmäßige Wärme. Ohne eine geeignete Pflanzenbeleuchtung führt eine Januaraussaat auf der Fensterbank häufig zu schwachen Sämlingen.
Januar und Februar
Ab Februar beginnt die Voranzucht langsam. Paprika, Chili, Auberginen und frühe Kohlsorten können jetzt ausgesät werden. Im Freiland kommen bei offenem, frostfreiem Boden erste robuste Kulturen infrage, etwa Dicke Bohnen, Spinat oder frühe Möhren.
Folgende Arbeiten sind in dieser Phase besonders sinnvoll:
- Saatgut nach Keimdauer und Pflanztermin sortieren;
- Anzuchtgefäße reinigen und beschriften;
- Keimfähigkeitsproben mit älterem Saatgut durchführen;
- Kompost sieben und Beete nur bei ausreichend trockenem Boden vorbereiten;
- Frühbeet, Vlies und Schneckenschutz kontrollieren.
Gartenbauliche Praxisregel: „Nicht das Kalenderblatt, sondern Bodentemperatur, Feuchtigkeit und Licht bestimmen den richtigen Start.“
März
Der März ist für viele Regionen der eigentliche Beginn der Aussaatsaison. Radieschen, Möhren, Spinat, Erbsen, Pastinaken und Zwiebeln können je nach Boden direkt gesät werden. Unter Vlies oder im Frühbeet sind Salate und Kohlrabi möglich.
Tomaten werden meist im März vorgezogen. Ein später Märzstart liefert auf einer hellen Fensterbank oft kräftigere Pflanzen als eine sehr frühe Aussaat im Februar. Ausführliche Hinweise zu Sorten, Licht und Temperatur bietet der Beitrag über die Tomatenaussaat 2026 in Deutschland.
April und Mai: Die wichtigste Pflanzzeit
Im April wird das Sortiment für die Direktsaat deutlich größer. Salat, Mangold, Rote Bete, Kohl, Dill und viele Sommerblumen können ins Beet. Wärmebedürftige Pflanzen bleiben jedoch zunächst geschützt.
Was im April gesät werden kann
Kürbis, Gurke und Zucchini wachsen schnell und sollten nicht zu früh vorgezogen werden. Zu lange im kleinen Topf stehende Pflanzen entwickeln sich schlechter und reagieren empfindlicher auf das Umpflanzen. Für Kürbis reicht eine Voranzucht ab April in der Regel aus. Mehr Details zu Sorten und Platzbedarf enthält der Ratgeber zum Kürbisanbau im Garten 2026.
Bei Gurken ist eine warme Keimtemperatur besonders wichtig. Sie wachsen schnell, vertragen aber weder Frost noch dauerhaft kalte Erde. Der gesonderte Zeitplan zum Vorziehen und Pflanzen von Gurken erklärt die wichtigsten Schritte genauer.
Die Eisheiligen im Mai richtig einordnen
Die sogenannten Eisheiligen liegen vom 11. bis 15. Mai. Sie sind keine Garantie dafür, dass danach nirgendwo mehr Frost auftritt. Als grobe Orientierung markieren sie jedoch den Zeitraum, nach dem viele Hobbygärtner frostempfindliche Pflanzen ins Freiland setzen.
Zu diesen Kulturen zählen:
- Tomaten;
- Paprika und Chili;
- Gurken;
- Zucchini;
- Kürbis;
- Bohnen;
- Auberginen;
- Basilikum;
- viele einjährige Sommerblumen.
In milden Stadtlagen kann das Auspflanzen früher gelingen. In Höhenlagen, Senken und Regionen mit kalten Nächten ist Ende Mai häufig sicherer. Prüfen Sie daher immer die lokale Wettervorhersage.
Eine kräftige Jungpflanze verliert durch eine kalte Nacht oft mehr Zeit, als sie durch ein besonders frühes Auspflanzen gewinnen kann.
Juni bis August: Nachsäen statt nur pflegen
Mit dem Frühsommer endet die Aussaat nicht. Viele schnell wachsende Gemüsearten lassen sich in mehreren Sätzen anbauen. Dadurch entstehen keine großen Erntemengen auf einmal, sondern eine gleichmäßigere Versorgung über Wochen.
Aussaaten im Juni und Juli
Buschbohnen können bis in den Juli gesät werden, sofern die Sorte noch genügend Zeit bis zur Ernte hat. Ausführliche Angaben zu Bodentemperatur, Saattiefe und Pflege finden Sie im Beitrag über das Säen von Bohnen für eine gute Ernte.
Auch Radieschen, Pflücksalat, Kohlrabi, Möhren und Rote Bete sind als Nachkultur möglich. Bei großer Hitze keimen Salate allerdings schlechter. Ein halbschattiger Platz und gleichmäßige Feuchtigkeit helfen.
Wintergemüse ab Juli und August
Im Hochsommer beginnt bereits die Planung für Herbst und Winter. Feldsalat, Winterspinat, Asia-Salate, Winterrettich und bestimmte Kohlsorten werden jetzt ausgesät. Entscheidend ist, freie Beetflächen sofort neu zu nutzen.
Ein sinnvoller Ablauf sieht so aus:
- Erntereste und krankes Pflanzenmaterial entfernen.
- Boden oberflächlich lockern, ohne die Schichten tief zu wenden.
- Reife Komposterde nur bei Bedarf einarbeiten.
- Saatrillen anlegen und vor der Aussaat wässern.
- Saatgut in der empfohlenen Tiefe ablegen.
- Erde leicht andrücken und bis zur Keimung feucht halten.
- Junge Pflanzen vor Schnecken und starker Sonne schützen.
September bis Dezember: Späte Aussaat und Vorbereitung
Im September können noch Feldsalat, Spinat, Rucola, Winterportulak und schnell wachsende Radieschen gesät werden. Die Entwicklung verlangsamt sich jedoch deutlich, sobald Tageslänge und Temperaturen sinken. Ein Folientunnel oder Frühbeet verlängert die Saison.
Herbstsaaten und Überwinterung
Winterharte Sorten dürfen nicht mit gewöhnlichen Frühjahrssorten verwechselt werden. Achten Sie auf die Sortenbeschreibung. Winterspinat, Winterkopfsalat und bestimmte Zwiebeln sind auf niedrige Temperaturen eingestellt, benötigen aber dennoch einen geeigneten Standort.
Im Oktober werden häufig Knoblauchzehen und robuste Steckzwiebeln gesetzt. Freie Flächen können mit Gründüngung oder Mulch geschützt werden. Im November und Dezember stehen Planung, Bodenpflege und die Kontrolle eingelagerter Samen im Vordergrund.
Was im Winter nicht vergessen werden sollte
Saatgut bleibt länger keimfähig, wenn es trocken, kühl und dunkel gelagert wird. Geöffnete Tüten sollten verschlossen und eindeutig beschriftet sein. Notieren Sie Sorte und Kaufjahr, damit ältere Bestände zuerst verwendet werden.
Saatgut von Tomaten, Bohnen, Erbsen und vielen Kohlsorten bleibt bei guter Lagerung oft mehrere Jahre nutzbar. Pastinaken und einige Kräuter verlieren ihre Keimfähigkeit deutlich schneller.
Regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands
Der Pflanzkalender für Deutschland muss immer an den Standort angepasst werden. Küstenregionen haben häufig mildere Winter, dafür aber kühlere und windige Frühjahre. Im Südwesten beginnt die Vegetation oft früher. Mittelgebirge und Alpenrand bleiben länger frostgefährdet.
Auch innerhalb einer Stadt entstehen verschiedene Kleinklimate. Ein geschützter Südbalkon erwärmt sich schneller als ein offenes Grundstück am Ortsrand. Ein Hochbeet wird früher warm, trocknet aber ebenfalls schneller aus. Schwere Lehmböden bleiben im Frühjahr länger kalt und nass als sandige Böden.
Orientieren Sie sich deshalb an drei Punkten:
- der Temperatur in etwa fünf Zentimetern Bodentiefe;
- der Wetterprognose für die kommenden sieben bis zehn Tage;
- den Erfahrungen aus dem eigenen Garten.
Aussaat auf Balkon, Hochbeet und im Gewächshaus
Auf dem Balkon lassen sich viele Termine etwas vorziehen, wenn der Standort warm und windgeschützt ist. Kübel kühlen in klaren Nächten jedoch schneller aus als Gartenboden. Frostempfindliche Gefäße sollten deshalb nicht zu früh dauerhaft draußen bleiben.
Hochbeet
Ein frisch befülltes Hochbeet entwickelt durch Verrottungsprozesse Wärme. Salate, Radieschen und Kohlrabi können dort häufig früher starten. Vlies oder ein Frühbeetaufsatz verbessert den Schutz, ersetzt aber keine Kontrolle der Nachttemperaturen.
Zucchini benötigt trotz Hochbeet viel Platz. Eine einzelne Pflanze kann einen großen Bereich beanspruchen. Hinweise zum passenden Termin gibt der Beitrag über das Pflanzen von Zucchini 2026.
Gewächshaus
Im ungeheizten Gewächshaus beginnt die Saison früher, doch auch dort kann es nachts frieren. Ein Minimum-Maximum-Thermometer hilft, die tatsächlichen Bedingungen einzuschätzen. Tomaten, Gurken und Paprika sollten nicht allein wegen sonniger Tagestemperaturen zu früh einziehen.
Im Sommer sind Belüftung und Beschattung wichtig. Zu hohe Temperaturen können die Bestäubung beeinträchtigen und junge Blätter schädigen.

Häufige Fehler bei der Aussaat
Viele Misserfolge entstehen nicht durch schlechtes Saatgut, sondern durch falsche Bedingungen. Besonders häufig sind zu frühe Aussaat, zu viel Wasser und Lichtmangel.
Saatgut wird zu tief abgelegt
Als grobe Regel gilt: Samen werden ungefähr zwei- bis dreimal so tief mit Erde bedeckt, wie sie dick sind. Sehr feines Saatgut und Lichtkeimer dürfen nur angedrückt oder dünn übersiebt werden. Die Angaben auf der Packung haben Vorrang.
Die Erde bleibt dauerhaft nass
Samen benötigen Feuchtigkeit, aber keine Staunässe. Nasse, sauerstoffarme Erde fördert Fäulnis und Pilzprobleme. Gießen Sie mit feiner Brause oder Sprühflasche und lassen Sie überschüssiges Wasser ablaufen.
Jungpflanzen werden nicht abgehärtet
Pflanzen aus dem Haus kennen weder Wind noch intensive Sonne. Werden sie sofort ins Beet gesetzt, drohen Blattverbrennungen und Wachstumsstillstand. Gewöhnen Sie die Jungpflanzen schrittweise an das Freiland.
Es wird alles gleichzeitig gesät
Eine einzige große Salataussaat führt zu einer kurzen Erntespitze. Besser sind kleinere Folgesaaten im Abstand von zwei bis drei Wochen. Das gilt auch für Radieschen, Bohnen und viele Kräuter.
Häufige Fragen zum Aussaatkalender 2026
Wann beginnt die Aussaatsaison 2026?
Für Paprika, Chili und Auberginen kann die Voranzucht bereits im Januar oder Februar beginnen. Die breite Aussaatsaison startet in Deutschland meist im März. Entscheidend sind Licht, Bodenfeuchtigkeit und die regionale Witterung.
Was darf vor den Eisheiligen ins Beet?
Robuste Kulturen wie Erbsen, Spinat, Radieschen, Möhren, Zwiebeln, Salat und Kohlrabi können häufig früher ausgesät oder gepflanzt werden. Bei angekündigtem Frost schützt Gartenvlies junge Pflanzen.
Wann dürfen Tomaten 2026 nach draußen?
Tomaten werden in vielen Regionen nach Mitte Mai ausgepflanzt. In kühlen Lagen kann Ende Mai geeigneter sein. Die Pflanzen sollten vorher abgehärtet werden, und die Nächte sollten möglichst dauerhaft mild bleiben.
Welche Gemüsearten werden direkt gesät?
Möhren, Radieschen, Erbsen, Bohnen, Spinat, Feldsalat, Pastinaken und Rote Bete eignen sich gut für die Direktsaat. Einige dieser Arten reagieren empfindlich auf das Verpflanzen.
Kann man im Juni noch Gemüse aussäen?
Ja. Im Juni können unter anderem Bohnen, Möhren, Rote Bete, Kohlrabi, Salate und Radieschen gesät werden. Beachten Sie Hitze, Trockenheit und die Entwicklungsdauer der gewählten Sorte.
Was kann im Spätsommer gesät werden?
Geeignet sind Feldsalat, Winterspinat, Rucola, Winterrettich, Asia-Salate und einige Winterkohlsorten. Der genaue Termin richtet sich nach Sorte und Region.
Ist ein Mondkalender für die Aussaat notwendig?
Für den erfolgreichen Anbau sind Licht, Temperatur, Boden, Feuchtigkeit und Sorteneigenschaften entscheidend. Wer zusätzlich nach Mondphasen arbeiten möchte, kann dies als persönliche Planungsmethode nutzen. Wissenschaftlich belastbare Ertragsgarantien lassen sich daraus nicht ableiten.
Mit einem flexiblen Saatplan durch das Gartenjahr
Der Aussaatkalender 2026 für Deutschland liefert einen verlässlichen Rahmen, ersetzt aber nicht den Blick auf Boden und Wetter. Beginnen Sie wärmeliebende Kulturen geschützt, säen Sie robuste Gemüsearten direkt und warten Sie bei Tomaten, Gurken, Kürbis oder Bohnen stabile Temperaturen ab. Folgesaaten sorgen dafür, dass Salat, Radieschen und andere schnell wachsende Kulturen nicht alle gleichzeitig erntereif werden.
Notieren Sie Aussaatdatum, Sorte, Keimdauer und Ernte in einem einfachen Gartentagebuch. Schon nach einer Saison entsteht daraus ein persönlicher Kalender, der genauer zu Ihrem Standort passt als jede allgemeine Tabelle. Prüfen Sie jetzt Ihre Saatgutbestände, planen Sie die Beetfolge und markieren Sie die wichtigsten Termine für das Gartenjahr 2026.