Neues Amazon-Fire-TV-Update im Februar 2026: Was sich ändert und wann es in Deutschland verfügbar ist

Amazon bereitet eines der größten Updates von Fire TV seit Bestehen der Plattform vor.

Amazon bereitet ein neues Fire TV vor

Amazon bereitet eines der größten Updates von Fire TV seit Bestehen der Plattform vor, wie die Redaktion von compakt.de berichtet unter Berufung auf The WP Times. Bereits ab Februar 2026 erhalten Nutzer des Fire TV Stick 4K Max als Erste das neue System, während sich das Ökosystem schrittweise von einer Sammlung einzelner Apps zu einer zentralen Plattform für Inhalte und Smart-Home-Steuerung entwickelt.

Die erste Phase des Rollouts des überarbeiteten Fire TV startete Amazon nach der Präsentation am 5. Januar, bei der das Unternehmen eine neue Benutzeroberfläche, eine neu aufgelegte mobile App und das Alexa+-System mit generativer KI vorgestellt hat. Laut WP Times wird der Fire TV Stick 4K Max bereits im Februar als erstes Gerät mit der neuen Software ausgestattet. Eigene Fernseher von Amazon sowie Modelle der Partner Panasonic, TCL und Hisense sollen später im Frühjahr folgen.

Warum der Start mit dem Fire TV Stick 4K Max erfolgt

Der Fire TV Stick 4K Max wurde nicht zufällig als Basisgerät für den Start ausgewählt. Er vereint die aktuell leistungsstärkste Hardwareplattform von Amazon im Consumer-Bereich mit Unterstützung für Wi-Fi 6E und einem schnelleren Prozessor. Diese Ausstattung ermöglicht es, die neue Fire-TV-Architektur ohne Einbußen bei der Performance einzusetzen.

An diesem Gerät zeigt Amazon den kompletten Nutzungspfad des erneuerten Fire TV – von der Suche über Empfehlungen bis hin zur Interaktion mit Inhalten. Für das Unternehmen dient der Stick als Testfeld, auf dem die neue Logik der gesamten Plattform geformt wird.

Warum Amazon Fire TV neu aufgebaut hat

Auslöser für das Redesign war das Nutzungsverhalten der Zuschauer selbst. Nach Daten von Gracenote verbringen Nutzer im Durchschnitt rund 12 Minuten mit der Auswahl von Inhalten, bevor sie mit dem Abspielen beginnen – mehr als noch vor einigen Jahren. Vor dem Hintergrund von weltweit über 300 Millionen aktiven Fire-TV-Geräten kam Amazon zu dem Schluss, dass das Hauptproblem nicht in der Anzahl der Dienste liegt, sondern in der Orientierung zwischen ihnen.

Die neue Oberfläche fasst Filme, Serien, Live-TV, Sport und Nachrichten in gemeinsamen Themenbereichen zusammen. Die Suche ist nicht mehr an einzelne Plattformen gebunden und zeigt Ergebnisse aus allen installierten Diensten gleichzeitig an.

Technische Änderungen im Hintergrund

Parallel zu den visuellen Anpassungen hat Amazon die interne Architektur von Fire TV grundlegend überarbeitet. Das Unternehmen spricht von Geschwindigkeitsgewinnen von 20 bis 30 Prozent in zentralen Nutzungsszenarien. Kacheln laden schneller, Kataloge lassen sich flüssiger durchsuchen und Verzögerungen bei der Suche wurden reduziert.

Am deutlichsten machen sich diese Verbesserungen auf dem Fire TV Stick 4K Max bemerkbar, wo die Kombination aus leistungsfähigerem Chipsatz und schneller Netzwerkanbindung das Potenzial der neuen Software voll ausschöpft.

Alexa+ und eine neue Suchlogik

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Zentrales Element der обновленої Plattform ist Alexa+. Der Assistent der neuen Generation versteht natürliche Sprache und Zusammenhänge, statt nur feste Sprachbefehle auszuführen. Nutzer können Anfragen nach Stimmung, Genre oder Schauspielern formulieren und erhalten passende Empfehlungen aus allen verfügbaren Diensten.

Eine besondere Rolle spielt die Navigation auf Szenenebene. Fire TV kann direkt zu einem bestimmten Moment eines Films oder einer Serie springen, sofern der Inhalt auf Prime Video unterstützt wird, ohne dass Nutzer manuell durch die Zeitleiste suchen müssen.

Ember Artline als neues TV-Konzept

Zu den auffälligsten Neuerungen zählt der Ember Artline, Amazons erster sogenannter Lifestyle-Fernseher. Dabei handelt es sich um ein 4K-QLED-Panel mit Dolby Vision, HDR10+, Wi-Fi 6 und einer matten, entspiegelten Oberfläche, die im Standby-Modus wie ein dekoratives Kunstobjekt wirkt.

Der Fernseher verfügt über Bewegungssensoren und einen Ambient-Modus, in dem mehr als 2000 kostenlose Bilder oder persönliche Fotos angezeigt werden können. Künstliche Intelligenz hilft bei der Auswahl einer passenden Darstellung für den Raum, während austauschbare magnetische Rahmen das Gerät optisch in das Wohnumfeld integrieren.

Wann das Update startet und wie viel es kostet

Die neue Fire-TV-Oberfläche wird im Februar 2026 für den Fire TV Stick 4K Plus, den Fire TV Stick 4K Max der zweiten Generation sowie für Fire TV Omni Mini-LED-Fernseher verfügbar. Im Frühjahr sollen weitere Amazon-Modelle und die Geräte der Partner folgen.

Der Ember Artline kommt in den USA, Großbritannien, Deutschland und Kanada in den Handel. Der Einstiegspreis liegt bei 899 US-Dollar für Modelle mit 55 und 65 Zoll Bildschirmdiagonale.

Fire TV als Steuerzentrale für das Zuhause

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Mit dem Update wächst Fire TV zunehmend über reines Streaming hinaus. Über eine Schnellzugriffsleiste lassen sich Ton- und Bildeinstellungen, Beleuchtung, Thermostate und Ring-Sicherheitskameras steuern. In dieser Konfiguration wird der Fire TV Stick 4K Max zu einem universellen Controller für das digitale Wohnzimmer.

Die mobile App als Teil der neuen Plattform

Parallel zur TV-Software hat Amazon auch die Fire-TV-App neu aufgelegt. Sie ermöglicht es, Inhalte aus der Ferne zu durchsuchen, Watchlists zu verwalten und die Wiedergabe auf dem Fernseher zu starten. Amazon reagiert damit auf veränderte Sehgewohnheiten, bei denen neue Inhalte immer häufiger über Empfehlungen von Freunden, soziale Netzwerke oder Messenger entdeckt werden – und nicht mehr ausschließlich direkt vor dem Fernseher.

Neben den Neuerungen bei Fire TV rückt auch eine Alltagsfrage in den Fokus: Was passiert eigentlich, wenn WLAN und Bluetooth nachts eingeschaltet bleiben.