Apple hat das iPhone 18 Pro Max am 9. September 2026 vorgestellt. Das Spitzenmodell kostet in Deutschland mit 256 GB 1.599 Euro und in Polen 6.799 Złoty. Vorbestellungen starten am 12. September, ab 18. September kommt das Gerät regulär in den Handel, diе compakt.de berichtet.
Die eigentliche Kaufentscheidung ist komplizierter als ein Vergleich von Prozessoren. Besitzer eines iPhone 15 erhalten beim Wechsel deutlich mehr neue Hardware als Nutzer eines iPhone 16, während Käufer eines iPhone 15 Pro Max oder 16 Pro Max viele Premiumfunktionen bereits kennen. Hinzu kommt Apples ungewöhnlicher Produktplan: Das normale iPhone 18, iPhone 18e und iPhone Air 2 sollen erst im Frühjahr 2027 folgen.
Wer heute ein funktionierendes iPhone 16 besitzt und weder Pro-Kamera noch 6,9-Zoll-Display braucht, hat deshalb einen guten Grund, das Geld noch nicht auszugeben.

iPhone 15, iPhone 16 und iPhone 18 Pro Max im Vergleich
Beim iPhone 18 Pro Max Vergleich fällt vor allem auf, dass Apple nicht nur den Chip aktualisiert hat. Kamera, Akku, Display, Speicher und KI-Hardware unterscheiden das neue Pro-Max-Modell deutlicher von den Basisgeräten früherer Generationen.
| Merkmal | iPhone 15 | iPhone 16 | iPhone 18 Pro Max |
|---|---|---|---|
| Generation | 2023 | 2024 | 2026 |
| Chip | A16 Bionic | A18 | A20 Pro, 2 nm |
| Display | 6,1 Zoll OLED | 6,1 Zoll OLED | 6,9 Zoll OLED, ProMotion |
| Hauptkamera | 48 MP | 48 MP Fusion | 48 MP Fusion mit variabler Blende |
| Kamerasystem | Dual-Kamera | Dual-Kamera | Pro-System mit drei 48-MP-Kameras |
| Apple Intelligence | nicht auf Basismodell | unterstützt | unterstützt, stärkere Neural-Hardware |
| Speicher | ab 128 GB | ab 128 GB | 256 GB bis 2 TB |
| Dynamic Island | ja | ja | kleiner, bis zu drei Live Activities |
| Video-Wiedergabe laut Apple | deutlich unter Pro Max | deutlich unter Pro Max | bis zu 43 Stunden |
| Zielgruppe | Alltag | Alltag und KI | Kamera, Leistung, großer Akku |
Der Sprung vom iPhone 15 ist besonders beim Prozessor und bei KI-Funktionen sichtbar. Das normale iPhone 15 besitzt den A16 Bionic und gehört nicht zu den Modellen, die Apple Intelligence vollständig unterstützen. Beim iPhone 16 arbeitet bereits der A18, womit der Abstand im normalen Alltag wesentlich kleiner wird.
Für die Entwicklung der Software ist zudem iOS 27 mit der neuen Siri-KI relevant. Wer ein kompatibles iPhone 16 besitzt, bekommt einen Teil der neuen Softwarefunktionen bereits ohne Hardwarewechsel. Auch die Pläne für Siri als KI-Plattform zeigen, warum allein eine neue iOS-Version noch kein überzeugender Kaufgrund für ein 1.599-Euro-Smartphone ist.
„Für ein gutes Upgrade zählt nicht, wie viele Generationen zwischen zwei Geräten liegen. Entscheidend ist, ob sich die Funktionen ändern, die täglich tatsächlich genutzt werden.“
Vom iPhone 15 wechseln: Hier ist der Unterschied groß
Ein Wechsel vom iPhone 15 auf iPhone 18 Pro Max ist die klarste Upgrade-Situation. Zwischen beiden Geräten liegen drei Produktgenerationen, und mehrere Verbesserungen greifen gleichzeitig.
Besonders relevant sind:
- deutlich leistungsfähigerer A20-Pro-Chip im 2-nm-Verfahren;
- ProMotion-Display und erheblich größere Bildschirmfläche;
- Apple Intelligence und zusätzliche Neural-Hardware;
- drei 48-MP-Kameras statt eines normalen Dual-Kamerasystems;
- variable Blende der Hauptkamera;
- wesentlich höhere Akkureserven;
- schnellere kabelgebundene Ladefunktion;
- Speichervarianten bis 2 TB.
Der A20 Pro besitzt sechs CPU- und sieben GPU-Kerne. Apple setzt zusätzlich auf ein Dual-System aus zwei 16-Core Neural Engines. Für Nutzer, die Videos bearbeiten, große Spiele verwenden oder KI-Funktionen direkt auf dem Smartphone ausführen, ist dieser Unterschied relevanter als bei Messenger, Browser, Banking und Musikstreaming.
Noch deutlicher wird der Wechsel bei der Kamera. Die Hauptkamera des iPhone 18 Pro Max kann zwischen mehreren Blendenwerten wechseln. Damit lässt sich die Schärfentiefe stärker beeinflussen, gleichzeitig bekommt die Kamera mehr Kontrolle über schwierige Lichtsituationen. Neu sind außerdem manuelle Pro-Steuerungen und zusätzliche Funktionen für Foto- und Videoproduktion.
Die ersten Gerüchte über einen kleineren Displayausschnitt, A20 und die variable Blende wurden bereits Monate vor der Präsentation diskutiert. Der damalige Ausblick auf das iPhone 18 Pro lässt sich inzwischen mit der finalen Hardware vergleichen.
Für Besitzer eines normalen iPhone 15 ist das 18 Pro Max weniger ein jährliches Leistungsupdate als der Wechsel in eine andere Geräteklasse.
Nicht jeder iPhone-15-Nutzer braucht ein Pro Max
Wer mit Kameraqualität, Akkulaufzeit und Displaygröße des iPhone 15 zufrieden ist, muss trotzdem nicht wechseln. Apps starten auf dem A16 weiterhin schnell, und für Telefonie, Social Media, Navigation und Streaming bringt der A20 Pro allein keinen Nutzen, der 1.599 Euro rechtfertigt.
Anders sieht es aus, wenn der Akku des iPhone 15 inzwischen deutlich nachgelassen hat und ohnehin ein Gerätekauf geplant war. Dann spart ein Batterietausch zwar Geld, verlängert aber die Lebensdauer eines Smartphones, das von einigen neuen KI-Funktionen ausgeschlossen bleibt.
Vom iPhone 16 wechseln: Das Upgrade muss einen konkreten Grund haben
Beim iPhone 16 auf iPhone 18 Pro Max ist die Rechnung strenger. Das iPhone 16 besitzt bereits den A18, unterstützt Apple Intelligence und ist erst zwei Jahre alt. Für alltägliche Anwendungen fehlt ihm 2026 kaum Leistung.
Ein Wechsel ist vor allem in drei Situationen nachvollziehbar:
- Die Kamera wird intensiv für Foto, Video oder Content-Produktion verwendet und die variable Blende sowie das Pro-Kamerasystem haben einen praktischen Nutzen.
- Die Akkulaufzeit des normalen iPhone 16 reicht regelmäßig nicht aus und ein großes Pro-Max-Modell ist ohnehin erwünscht.
- Speicher und Display sind zu klein geworden und der Käufer möchte langfristig auf 512 GB, 1 TB oder sogar 2 TB wechseln.
Wer hauptsächlich WhatsApp, Safari, YouTube, Spotify, Banking und Karten verwendet, wird dagegen wahrscheinlich keinen proportionalen Unterschied zum Kaufpreis spüren. Der A20 Pro kann erheblich mehr Rechenleistung bereitstellen, doch ein schneller Prozessor macht eine bereits kurze Alltagsaufgabe nicht automatisch sichtbar besser.
„Ein iPhone 16 ersetzt man 2026 sinnvollerweise wegen Kamera, Bildschirm, Akku oder Speicher. Nur wegen eines höheren Benchmarkwertes ist der finanzielle Abstand zu groß.“
Noch geringer ist der Upgrade-Druck bei einem iPhone 16 Pro oder 16 Pro Max. ProMotion, große Displays, leistungsfähige Kameras und eine starke Pro-Plattform sind dort bereits vorhanden. Das iPhone 18 Pro Max verbessert diese Bereiche, erfindet die Nutzung eines klassischen iPhone aber nicht neu.
Kamera und Akku sind die stärksten Argumente für das 18 Pro Max
Die 48-MP-Hauptkamera mit variabler Blende gehört zu den Funktionen, die nicht über ein späteres Softwareupdate auf ältere Modelle kommen können. Für Fotografen bietet sie mehr Kontrolle über Licht und Schärfentiefe. Hinzu kommen 48-MP-Ultraweitwinkel und 48-MP-Telekamera.
Apple hat außerdem die Dynamic Island verkleinert. Sie kann drei Live Activities gleichzeitig darstellen, was bei Navigation, Timer, Lieferstatus oder Sportinformationen nützlich sein kann. Es bleibt allerdings eine Komfortverbesserung und kein Grund, allein deshalb ein zwei Jahre altes Smartphone zu ersetzen.
Beim Akku ist der Unterschied leichter zu rechtfertigen. Apple nennt für das iPhone 18 Pro Max bis zu 43 Stunden Videowiedergabe. Die frühere Angabe von 30 Stunden ist damit nicht die aktuelle offizielle Vergleichszahl. Dazu kommt schnelleres kabelgebundenes Laden.
Wer sein Telefon morgens vom Ladegerät nimmt und häufig erst spät abends wieder eine Steckdose sieht, profitiert von zusätzlicher Laufzeit jeden Tag. Für Nutzer mit Schreibtischjob und Ladegerät in Reichweite ist derselbe Vorteil deutlich weniger wert.

Trade-in: Nicht nur auf die Gutschrift schauen
Apple Trade In kann die hohe Einstiegshürde reduzieren. Apple nennt in Deutschland beim Kauf eines iPhone Duo oder iPhone 18 Pro derzeit eine mögliche Gutschrift von 150 bis 1.020 Euro für qualifizierte iPhones ab der 13er-Generation. Der genaue Betrag hängt von Modell, Speichervariante und Zustand ab und wird erst für das konkrete Gerät ermittelt.
Für Besitzer eines iPhone 15 oder 16 lohnt deshalb eine einfache Rechnung:
| Schritt | Was geprüft werden sollte |
|---|---|
| 1 | aktuellen Trade-in-Wert bei Apple ermitteln |
| 2 | realistischen privaten Verkaufspreis vergleichen |
| 3 | Restpreis des iPhone 18 Pro Max berechnen |
| 4 | Zustand und Akkukapazität des alten Geräts berücksichtigen |
| 5 | entscheiden, ob der Mehrwert den effektiven Aufpreis rechtfertigt |
Beim Online-Trade-in muss das alte Gerät nach Erhalt des neuen iPhone innerhalb der vorgegebenen Frist eingesendet werden. Apple weist außerdem darauf hin, dass der endgültige Wert nach Prüfung des Gerätezustands vom vorläufigen Angebot abweichen kann.
Der bequemste Weg ist daher nicht zwingend der finanziell beste. Ein gepflegtes iPhone mit gefragter Speicherkapazität kann außerhalb eines Trade-in-Programms interessant sein, während Apple den einfacheren Ablauf mit direkter Anrechnung bietet.
„Nicht der Listenpreis von 1.599 Euro entscheidet über ein Upgrade, sondern der Betrag, der nach Verkauf oder Eintausch des bisherigen Geräts tatsächlich übrig bleibt.“
Warum Warten bis 2027 für viele Käufer sinnvoller ist
Apple hat seine iPhone-Planung 2026 erstmals auf zwei Zeitfenster verteilt. Im September kommen die Pro-Modelle, während das normale iPhone 18, das iPhone 18e und das iPhone Air 2 für das Frühjahr 2027 vorgesehen sind. Damit gibt es für preisbewusste Käufer einen ungewöhnlich starken Grund, nicht direkt nach dem September-Event zu bestellen.
Der iPhone 18 Release 2027 ist besonders für Besitzer eines normalen iPhone 15 oder 16 relevant, die gar kein Pro Max suchen. Wer wieder ein klassisches Basisgerät kaufen möchte, bezahlt beim 18 Pro Max für Kamera-, Display- und Speicherfunktionen, die möglicherweise gar nicht benötigt werden.
Das Warten empfiehlt sich vor allem für Nutzer, die:
- ein handlicheres Smartphone bevorzugen;
- keine Pro-Telekamera benötigen;
- nicht mehrere Hundert Euro für maximale Kameraausstattung zahlen möchten;
- mit 256 oder 512 GB problemlos auskommen;
- ihr aktuelles iPhone noch bis Frühjahr 2027 nutzen können.
Auch das iPhone 17e als günstigeres Apple-Modell zeigt, wie groß die Preisunterschiede innerhalb der iPhone-Familie inzwischen sein können. Wer keine Pro-Hardware benötigt, hat deshalb mehr Möglichkeiten als den direkten Sprung zum teuersten klassischen iPhone.
Eine Ausnahme ist ein defektes oder unzuverlässiges Altgerät. Wenn Akku, Display oder Speicher bereits täglich Probleme verursachen, kann ein zusätzliches halbes Jahr Wartezeit unpraktischer sein als der höhere Kaufpreis.
Und was ist mit dem iPhone Duo?
Das faltbare iPhone Duo ist keine direkte Alternative zum Pro Max für jeden Käufer. Es beginnt in Deutschland bei 2.299 Euro und kostet in Polen ab 9.999 Złoty. Mit seinem 7,6-Zoll-Innendisplay zielt es auf Nutzer, die ein faltbares Format tatsächlich verwenden möchten.
Vorbestellungen starten am 16. Oktober 2026. Deutschland, Frankreich, Polen und Schweden gehören zur ersten Verkaufswelle mit Marktstart am 23. Oktober. Die zweite Gruppe aus 28 weiteren Ländern folgt am 30. Oktober.
Das Duo unterstützt den A20 Pro, bietet ein großes faltbares Display und verändert die Bedienung stärker als ein klassisches Pro-Max-Upgrade. Dafür ist es teurer und folgt einem anderen Nutzungskonzept. Wer einfach ein möglichst ausdauerndes traditionelles iPhone mit starker Kamera sucht, ist beim Pro Max näher am bekannten Format.
Wer sollte jetzt upgraden und wer besser warten?
Für Besitzer eines normalen iPhone 15 ist das iPhone 18 Pro Max ein nachvollziehbares Upgrade, wenn Kamera, Akkulaufzeit, Apple Intelligence oder das große ProMotion-Display wichtig sind. Drei Generationen Hardwareentwicklung sind hier im Alltag an mehreren Stellen sichtbar.
Beim iPhone 16 ist mehr Zurückhaltung sinnvoll. Wer mit Akku, 6,1-Zoll-Display und Kamera zufrieden ist, kann problemlos weiter nutzen und sich das normale iPhone 18 im Frühjahr 2027 ansehen. Ein Besitzer des iPhone 16 Pro Max braucht einen noch konkreteren Grund, etwa die variable Blende, längere Akkulaufzeit oder 2 TB Speicher.
Kurz gesagt: iPhone 15 mit konkretem Bedarf an Pro-Funktionen spricht für ein Upgrade. iPhone 16 ohne Beschwerden spricht eher fürs Warten. Wer eigentlich ein günstigeres und kleineres iPhone sucht, sollte das 18 Pro Max nicht aus Ungeduld kaufen, sondern die zweite Hälfte von Apples geteilter iPhone-18-Generation abwarten.