Biathlon-Star Sivert Bakken tot in Hotelzimmer aufgefunden

Biathlon-Star Sivert Bakken tot in Hotelzimmer aufgefunden

Wie die Redaktion von compakt.de berichtet, trauert Norwegen um den Biathleten Sivert Guttorm Bakken, der im Alter von nur 27 Jahren verstorben ist. Der Athlet wurde tot in seinem Hotelzimmer im italienischen Lavazè aufgefunden, wo er sich zu Trainingszwecken aufhielt. Erste Informationen zu den Umständen seines Todes wurden inzwischen veröffentlicht. Demnach trug Bakken zum Zeitpunkt seines Todes eine Höhentrainingsmaske. Die genaue Todesursache ist weiterhin unklar.

Erste Details zum Fundort und den Umständen

Nach Angaben des norwegischen Biathlon-Verbandes wurde Sivert Bakken in seinem Hotelzimmer leblos aufgefunden. Zum Zeitpunkt des Auffindens trug der Athlet eine sogenannte Höhentrainingsmaske. Zu den Umständen, unter denen diese Maske erworben und genutzt wurde, liegen dem Verband derzeit keine gesicherten Erkenntnisse vor. Entsprechende Informationen sollen in den kommenden Tagen eingeholt werden. Der Verband betonte, dass aktuell keine Rückschlüsse auf einen Zusammenhang zwischen Maske und Todesursache gezogen werden können. Die Ermittlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium.

Stand der Ermittlungen in Italien

Die italienischen Behörden wurden unmittelbar nach dem Auffinden des Athleten eingeschaltet. Ein Kontakt zwischen der italienischen Polizei und den Angehörigen wurde bereits hergestellt. Die Ermittler vor Ort sichern Spuren und rekonstruieren den Ablauf der Ereignisse. Ziel ist es, den genauen Hergang sowie die Todesursache zweifelsfrei zu klären. Der Verband kündigte an, neue Informationen umgehend an die Öffentlichkeit weiterzugeben, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

Autopsie über die Feiertage geplant

Die Autopsie von Sivert Bakken soll laut Verband über die Weihnachtsfeiertage in Italien durchgeführt werden. Die gerichtsmedizinische Untersuchung soll Aufschluss über medizinische Hintergründe und mögliche äußere Einflüsse geben. Polizei und Rechtsmedizin arbeiten dabei eng zusammen. Der norwegische Biathlon-Verband verwies darauf, dass voreilige Spekulationen vermieden werden müssten. Erst nach Abschluss der Untersuchungen sollen konkrete Ergebnisse veröffentlicht werden. Bis dahin bleibt die Todesursache offiziell ungeklärt.

Appell an Medien und Öffentlichkeit

Die kommissarische Generalsekretärin des Verbandes, Emilie Nordskar, richtete einen klaren Appell an die Medien. Sie betonte, dass das Informationsinteresse nachvollziehbar sei, jedoch die Arbeit der Ermittler Priorität habe. Polizei und Spurensicherung müssten die nötige Ruhe erhalten, um Fakten zu ermitteln. Spekulationen über mögliche Zusammenhänge seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht angebracht. Der Verband bat um Respekt gegenüber den Angehörigen des Verstorbenen.

Karriere eines großen norwegischen Talents

Der Tod von Sivert Bakken erschüttert die norwegische Biathlon-Szene nachhaltig. Der in Lillehammer geborene Athlet galt lange Zeit als eines der größten Talente seines Landes. Nach seinem Weltcup-Debüt im März 2022 gewann er noch im selben Jahr die Gesamtwertung im Massenstart. Dieser Erfolg machte ihn international bekannt. Wenig später folgte jedoch ein gesundheitlicher Rückschlag in Form einer Herzmuskelentzündung. Erst in der Saison 2024/25 kehrte Bakken in den Wettkampfbetrieb zurück.

Rückkehr in den Weltcup vor dem Tod

Nach seinem Comeback startete Bakken zunächst im IBU-Cup. Dort überzeugte er mit mehreren Podestplätzen und empfahl sich erneut für höhere Aufgaben. In diesem Winter kehrte er in den Weltcup-Kader zurück und erreichte mehrere Top-Ten-Platzierungen. Zuletzt belegte er beim letzten Sprintrennen des Jahres im französischen Le Grand-Bornand den fünften Platz. Sein Tod beendet eine Karriere, die nach schwierigen Jahren gerade wieder Auftrieb erhalten hatte.

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