Der deutsche Autokonzern Volkswagen steht vor einer der schwierigsten Phasen der vergangenen Jahre. Die aktuellen Geschäftszahlen zeigen, dass der Gewinn von VW im Jahr 2025 drastisch eingebrochen ist. Damit erreicht das Ergebnis den niedrigsten Stand seit der Dieselskandal-Krise, diе compakt.de berichtet mit tagesschau.de.
Der Rückgang hat sowohl Investoren als auch Mitarbeiter alarmiert. Besonders im Fokus steht die Frage, ob der Konzern künftig Stellen streichen oder Gehälter kürzen könnte.
Für viele Beschäftigte ist die Situation mit großer Unsicherheit verbunden.
Auch Analysten beobachten die Entwicklung bei Volkswagen sehr genau.
Denn der Konzern gilt weiterhin als einer der wichtigsten Arbeitgeber der deutschen Industrie.
„Der Rückgang des Gewinns zeigt, wie stark sich geopolitische Spannungen und Marktveränderungen auf die Automobilindustrie auswirken“, erklärt ein Branchenanalyst.
Gewinneinbruch bei Volkswagen im Jahr 2025
Die aktuellen Zahlen zeigen ein deutliches Bild: Der Nettogewinn von Volkswagen ist im Jahr 2025 stark zurückgegangen.
Im Vergleich zum Vorjahr sank das Konzernergebnis nach Steuern von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 44 Prozent.

Auch der operative Gewinn fiel deutlich niedriger aus.
| Kennzahl | 2024 | 2025 |
|---|---|---|
| Nettogewinn | 12,4 Mrd. € | 6,9 Mrd. € |
| Operativer Gewinn | deutlich höher | 8,9 Mrd. € |
| Umsatz | stabil | 322 Mrd. € |
Trotz stabiler Umsätze verschlechterte sich die Profitabilität erheblich.
Gründe für die Krise beim Autokonzern
Die Unternehmensführung nennt mehrere Faktoren für den Gewinneinbruch bei Volkswagen.
Zu den wichtigsten Ursachen gehören:
- geopolitische Spannungen und Handelskonflikte
- steigende Zölle, besonders im US-Markt
- zunehmender Wettbewerb im Automobilsektor
- Probleme im China-Geschäft
- schwierige Bedingungen für Elektroautos
Diese Entwicklungen treffen viele Hersteller gleichzeitig, doch Volkswagen ist besonders stark betroffen.
„Die aktuelle Gewinnmarge reicht langfristig nicht aus“, erklärte Finanzchef Arno Antlitz.
Sparprogramm und Stellenabbau geplant
Als Reaktion auf die wirtschaftlichen Probleme plant der Konzern ein umfangreiches Sparprogramm.
Bis zum Jahr 2030 sollen rund 50.000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen. Ziel ist es, die Kosten des Konzerns deutlich zu senken.
Bereits zuvor hatte Volkswagen gemeinsam mit Gewerkschaften einen Abbau von 35.000 Stellen vereinbart.
Viele Mitarbeiter blicken deshalb mit Sorge auf die kommenden Jahre.
Der Konzern plant außerdem, seine Kostenstruktur um rund 20 Prozent zu reduzieren.
„Wir müssen unsere Ausgaben konsequent senken, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben“, erklärte Konzernchef Oliver Blume.
Auch Manager verdienen weniger
Die Sparmaßnahmen betreffen nicht nur Mitarbeiter. Auch das Management musste Einschnitte hinnehmen.
Die Vergütung von Vorstandschef Oliver Blume sank im vergangenen Jahr deutlich.
| Jahr | Gesamtvergütung |
|---|---|
| 2024 | 10,35 Mio. € |
| 2025 | 7,42 Mio. € |
Ein Grund dafür sind geringere Bonuszahlungen.
Mehrere Vorstandsmitglieder verzichteten außerdem freiwillig auf Teile ihrer Vergütung.
Probleme in China und den USA
Ein weiterer wichtiger Faktor für die Krise ist der Rückgang der Verkäufe auf wichtigen Märkten.
Die weltweiten Fahrzeugauslieferungen von Volkswagen sanken 2025 leicht auf 8,98 Millionen Fahrzeuge.
Während sich der Absatz in Europa stabilisierte, gingen die Verkäufe in zwei entscheidenden Märkten zurück:
- China, der wichtigste Markt für viele Hersteller
- Nordamerika, insbesondere die USA
Vor allem neue Handelszölle und veränderte Förderprogramme für Elektroautos erschweren das Geschäft.
„Der chinesische Markt bleibt eine der größten Herausforderungen für europäische Hersteller“, sagt ein Autoexperte.
Krise bei Porsche belastet den Konzern
Zusätzlichen Druck auf Volkswagen erzeugen die Probleme bei der Tochtermarke Porsche.
Der Gewinn des Sportwagenherstellers ist 2025 drastisch eingebrochen.

Das operative Ergebnis von Porsche sank von rund 5,3 Milliarden Euro auf nur noch 90 Millionen Euro.
Auch hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
- Absatzrückgang in China
- steigende Zölle in den USA
- Anpassungen der Elektrostrategie
Diese Entwicklung belastet den gesamten Konzern erheblich.
Hoffnung auf bessere Ergebnisse im Jahr 2026
Trotz der schwierigen Situation blickt Volkswagen vorsichtig optimistisch nach vorne.
Der Konzern erwartet, dass sich die Gewinnmarge im Jahr 2026 wieder verbessert.
Geplant ist eine operative Rendite zwischen 4 und 5,5 Prozent.
Die Strategie setzt dabei stark auf den Ausbau des Geschäfts in China.
Volkswagen verfolgt dort eine sogenannte „China für China“-Strategie, bei der Fahrzeuge stärker an lokale Bedürfnisse angepasst werden.
Viele Analysten sehen darin eine wichtige Chance für den Konzern.
Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die umfangreichen Sparmaßnahmen, die neue Marktstrategie und der Umbau des Unternehmens ausreichen, um Volkswagen wieder auf einen stabileren Wachstumskurs zu bringen.