Der Nahverkehr in Duisburg und am Niederrhein steht erneut vor erheblichen Problemen. Für Mittwoch, den 11. März 2026, hat die Gewerkschaft Verdi zu einem regionalen Warnstreik aufgerufen, diе compakt.de berichtet mit n-tv.de.
Betroffen sind mehrere kommunale Verkehrsbetriebe in Nordrhein-Westfalen. Besonders im Raum Duisburg, Krefeld, Moers, Viersen und Mönchengladbach müssen Fahrgäste mit massiven Einschränkungen rechnen.
Viele Pendler fragen sich bereits, wie sie am Streiktag zur Arbeit oder zur Schule kommen sollen.
Der Arbeitskampf ist Teil einer größeren Streikwelle im Nahverkehr von Nordrhein-Westfalen.
Ein Mobilitätsexperte erklärt:
„Die aktuellen Warnstreiks im Nahverkehr zeigen, wie angespannt die Tarifverhandlungen derzeit sind.“
Welche Verkehrsbetriebe vom Streik betroffen sind
Der Aufruf zum Streik betrifft mehrere wichtige Verkehrsgesellschaften der Region.

Zu den betroffenen Unternehmen gehören:
- DVG – Duisburger Verkehrsgesellschaft
- NIAG – Niederrheinische Verkehrsbetriebe
- SWK – Verkehrsbetriebe Krefeld
- NEW mobil – Verkehrsbetriebe Viersen und Mönchengladbach
| Verkehrsbetrieb | Region |
|---|---|
| DVG | Duisburg |
| NIAG | Moers / Niederrhein |
| SWK | Krefeld |
| NEW mobil | Viersen / Mönchengladbach |
Nach Einschätzung der Gewerkschaft könnten Busse und Straßenbahnen in vielen Bereichen komplett ausfallen.
Ein Sprecher der Gewerkschaft erklärte:
„Der Streik im Nahverkehr soll ein klares Signal in den Tarifverhandlungen senden.“
Was mit Bus und Bahn am Streiktag passiert
Für viele Fahrgäste bedeutet der Streik erhebliche Einschränkungen.
Nach aktuellen Informationen könnten Busse und Straßenbahnen von der ersten Frühschicht bis zur letzten Spätschicht stillstehen.
Die Auswirkungen könnten besonders stark sein in:
- Duisburg
- Krefeld
- Mönchengladbach
- Viersen
- Teilen des Niederrheins
| Verkehrsmittel | Situation am Streiktag |
|---|---|
| Busse | weitgehend eingestellt |
| Straßenbahnen | kaum Betrieb |
| Stadtbahnen | teilweise Ausfälle |
| S-Bahn | fährt regulär |
Pendler müssen deshalb alternative Wege zur Arbeit planen.
Ein Pendler aus Duisburg sagte:
„Bei solchen Streiks im Nahverkehr wird der Weg zur Arbeit schnell zur Herausforderung.“
S-Bahn und Regionalzüge bleiben in Betrieb
Während Busse und Straßenbahnen weitgehend ausfallen könnten, gilt dies nicht für den regionalen Bahnverkehr.
Nach Angaben der Betreiber sollen S-Bahnen und Regionalzüge weiterhin regulär fahren.
Viele Fahrgäste nutzen diese Möglichkeit, um zumindest einen Teil ihres Weges zurückzulegen.

Gerade in größeren Städten kann die Kombination aus Zug, Fahrrad und Fußweg eine wichtige Alternative sein.
Ein Verkehrsexperte erklärte:
„Die S-Bahn bleibt bei vielen Warnstreiks die wichtigste Alternative für Pendler.“
Warum die Verkehrsbetriebe bestreikt werden
Hintergrund der Streiks sind laufende Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen.
In der zweiten Verhandlungsrunde Anfang März konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen.
Die Gewerkschaft Verdi fordert unter anderem:
- eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden
- vollen Lohnausgleich
- längere Ruhezeiten zwischen Schichten
- höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit
| Forderung | Ziel |
|---|---|
| 37-Stunden-Woche | Entlastung der Beschäftigten |
| längere Ruhezeiten | bessere Arbeitsbedingungen |
| höhere Zuschläge | mehr Einkommen |
Ein Vertreter der Gewerkschaft erklärte:
„Die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr brauchen bessere Arbeitsbedingungen.“
Arbeitgeber kritisieren Forderungen
Die Arbeitgeberseite sieht die Forderungen deutlich kritischer.
Der Kommunale Arbeitgeberverband NRW argumentiert, dass viele Verkehrsbetriebe bereits finanziell stark belastet seien.
Nach Ansicht der Arbeitgeber könnten zusätzliche Kosten die wirtschaftliche Lage der Unternehmen weiter verschärfen.
Die Tarifverhandlungen sollen am 24. März in einer dritten Runde fortgesetzt werden.
Ein Branchenexperte erklärte:
„Die Situation im kommunalen Nahverkehr ist wirtschaftlich sehr angespannt.“
Die aktuellen Warnstreiks im Nahverkehr in Duisburg und am Niederrhein zeigen, wie tief die Meinungsverschiedenheiten zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern sind. Für Pendler bedeutet dies vor allem längere Wege und alternative Transportmöglichkeiten am Streiktag. Ob sich beide Seiten in den kommenden Verhandlungen einigen können, wird entscheidend dafür sein, ob weitere Streiks im öffentlichen Verkehr folgen.