Ende August gaben China und Russland die Durchführung der ersten gemeinsamen U-Boot-Patrouille im Pazifik bekannt. Dieser Schritt gilt als weiteres Signal für die Vertiefung der maritimen Zusammenarbeit beider Staaten, die sich seit mehreren Jahren vor dem Hintergrund des globalen geopolitischen Wettbewerbs kontinuierlich entwickelt, berichtet das Magazin Compakt.DE.
Hintergrund und gemeinsame Militärübungen
Vor Beginn der Patrouille führten beide Länder ein fünftägiges gemeinsames Manöver in der Japanischen See und im Ostchinesischen Meer durch. Das Programm umfasste Artillerieübungen, Manöver zur Luftabwehr und U-Boot-Abwehr sowie koordinierte Einsätze der Besatzungen unter schwierigen Bedingungen. An den Übungen beteiligten sich Einheiten der russischen Pazifikflotte und der chinesischen Marine, was den Umfang der Operation unterstreicht.
Einsatz des U-Bootes „Wolchow“
Besonders hervorgehoben wurde das russische U-Boot „Wolchow“, das rund 3700 Kilometer von seiner Basis in Wladiwostok zurücklegte, um sich den gemeinsamen Operationen anzuschließen. Dieser Umstand verdeutlicht den strategischen Charakter des Einsatzes, da es nicht nur um die Demonstration von Stärke geht, sondern auch um das Einüben realer Routen in abgelegenen Regionen des Pazifiks.
Tradition jährlicher gemeinsamer Operationen
Die marine Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern hat bereits eine gewisse Tradition. Bereits 2021 fand die erste chinesisch-russische Patrouille im westlichen Teil des Pazifiks statt. Seither wurden solche Operationen regelmäßig durchgeführt, doch der diesjährige Einsatz von U-Booten markiert erstmals eine neue Qualität der Kooperation.
Geopolitische Bedeutung der Patrouille
Analysten sehen die gemeinsamen Einsätze als Signal an die USA und deren Verbündete in der Region, insbesondere Japan und Südkorea. Die Machtdemonstration in den Gewässern des asiatisch-pazifischen Raums soll die Positionen Pekings und Moskaus sowohl militärisch als auch politisch stärken. Für beide Länder sind solche Operationen zudem ein Mittel, ihre Technologien zu präsentieren und ihre Bereitschaft zu engerer Koordination zu zeigen. Zuvor berichteten wir bereits darüber, dass die Türkei vom Zangezur-Korridor einen Gewinn von 4,1 Milliarden Euro erwartet.