China bereitet sich auf eine Militärparade in Peking anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs vor. Die Veranstaltung findet am 3. September statt und wird nicht nur eine Demonstration der militärischen Stärke Chinas, sondern auch eine bedeutende diplomatische Plattform sein. Laut offiziellen Angaben werden auf Einladung des Staatschefs Xi Jinping die Staats- und Regierungschefs von 26 Ländern nach Peking reisen, berichtet die Compakt.DE.
Unter den Gästen von Xi Jinping – die Diktatoren Putin und Kim Jong Un
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Ankunft des russischen Machthabers Wladimir Putin und des nordkoreanischen Führers Kim Jong Un. Für Kim ist dies eine seltene Auslandsreise: Zuletzt besuchte er China im Jahr 2019. Ihre Präsenz bei der Parade symbolisiert die engen Kontakte mit Peking vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen.
Europäische Vertreter und das Fehlen Orbáns
Aus Europa werden der slowakische Premierminister Robert Fico und der serbische Präsident Aleksandar Vučić erwartet. Beide treten nicht zum ersten Mal als die einzigen europäischen Gäste bei solchen Veranstaltungen auf. Gleichzeitig ignoriert der ungarische Premierminister Viktor Orbán, ein bekannter Verbündeter Chinas in der EU, die Parade demonstrativ – ebenso wie die Feierlichkeiten in Moskau.
Staatschefs aus Asien und Afrika
Neben den Nachbarn Chinas gehören auch die Staatschefs von Kambodscha, Vietnam, Laos, Malaysia, Indonesien, Pakistan und der Mongolei zu den Gästen. Außerdem werden die Führer der zentralasiatischen Länder Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und Turkmenistan erwartet. Afrika und Lateinamerika werden durch die Präsidenten der Republik Kongo, Simbabwe, Kuba und Myanmar vertreten.
Warum die Veranstaltung kontroverse Reaktionen hervorruft
Die Parade in Peking ist nicht nur ein historisches Gedenkdatum, sondern auch ein politisches Signal an die Welt. Die Teilnahme von Putin und Kim, die sich in internationaler Isolation befinden, sorgt für zusätzliche Spannungen. Einige europäische Diplomaten diskutieren sogar über die Möglichkeit, die Feierlichkeiten zu boykottieren. Dennoch möchte China zeigen, dass es über ein breites Netzwerk an Partnern und Verbündeten verfügt.
Die Symbolik der Militärparade für China
Für Peking ist die Parade ein Mittel, um die Rolle des Landes im Sieg über den Faschismus zu unterstreichen und seinen Status als globaler Akteur zu festigen. Die Veranstaltung soll nicht nur die militärische Stärke, sondern auch den diplomatischen Einfluss Chinas auf der internationalen Bühne demonstrieren. Zuvor hatten wir darüber berichtet, dass Japan dazu aufruft, die Militärparade in China zu boykottieren.