iPhone, I-Phone oder Iphone? Apple-Produkte richtig schreiben

iPhone beginnt mit kleinem „i“ und großem „P“. Doch wie funktionieren „das iPhone“, „des iPhones“ und „die iPhones“? Dieser Sprachratgeber erklärt die Schreibweise von Apple-Produkten im deutschen Satz.

iPhone, I-Phone oder Iphone? Apple-Produkte richtig schreiben

„Iphone“, „I-Phone“ oder doch „iPhone“? Schon bei den ersten sechs Buchstaben treffen Markenname und deutsche Rechtschreibung aufeinander. Apple schreibt sein Smartphone konsequent als iPhone: kleines „i“, großes „P“, kein Bindestrich. Diese Schreibweise bleibt auch am Satzanfang erhalten,  diе compakt.de berichtet.

Komplizierter wird es, sobald der Produktname Teil eines deutschen Satzes wird. Dann entstehen Fragen wie „mit dem iPhone“, „die Kamera des iPhones“ oder „zwei iPhones“. Bei iPad und AirPods kommen ähnliche, aber nicht völlig identische Fälle hinzu. Entscheidend ist dabei die Unterscheidung zwischen Apples eigener Markenschreibweise und der grammatischen Verwendung eines Produktnamens im normalen deutschen Text.

Die Grundregel ist einfach: Die ungewöhnliche Groß- und Kleinschreibung eines Markennamens wird nicht an die deutsche Satzposition angepasst.

iPhone, I-Phone oder Iphone? Apple-Produkte richtig schreiben
iPhone, I-Phone oder Iphone? Apple-Produkte richtig schreiben

iPhone oder Iphone: Welche Schreibweise ist richtig?

Die von Apple verwendete Form lautet iPhone. Das kleine „i“ gehört genauso zum Namen wie das große „P“. Deshalb wird aus iPhone weder „Iphone“ noch „IPhone“.

Das gilt sogar am Satzanfang:

  • Richtig: iPhone gehört zu den bekanntesten Produktnamen von Apple.
  • Falsch: Iphone gehört zu den bekanntesten Produktnamen von Apple.
  • Falsch: IPhone gehört zu den bekanntesten Produktnamen von Apple.
  • Für redaktionelle Texte nicht empfehlenswert: I-Phone.

Apple selbst verlangt in seinen Markenrichtlinien die festgelegte Schreibweise mit kleinem „i“ und großem „P“. Dass ein Satz im Deutschen normalerweise mit einem Großbuchstaben beginnt, ändert daran nichts. Eigennamen mit absichtlich abweichender Schreibweise behalten ihre Form.

Dass solche Details in Alltagstexten schnell übersehen werden, zeigt sich auch bei ganz normalen deutschen Ausdrücken. In der Reihe zur Rechtschreibung erklärt Compakt beispielsweise, warum „wie viel“ und nicht „wieviel“ geschrieben wird.

„Bei Markennamen ist die originale Schreibweise Teil des Namens. Die Satzposition ist deshalb kein Grund, aus iPhone plötzlich Iphone zu machen.“

Eine Besonderheit gibt es dennoch: Duden führt neben „iPhone“ auch „I-Phone“ als Schreibvariante auf. Wer über ein konkretes Apple-Produkt schreibt, fährt mit der originalen Markenschreibweise iPhone jedoch klarer. Sie entspricht der Herstellerbezeichnung und ist zugleich die Form, die Leser auf Verpackungen, Produktseiten und in Betriebssystemen sehen.

Das iPhone oder der iPhone: Welcher Artikel gehört dazu?

Im Deutschen ist das iPhone sächlich. Entsprechend heißt es im Nominativ „das iPhone“, im Akkusativ ebenfalls „das iPhone“ und im Dativ „dem iPhone“.

FallSingularBeispiel
Nominativdas iPhoneDas iPhone liegt auf dem Tisch.
Akkusativdas iPhoneSie kauft das iPhone.
Dativdem iPhoneDie Hülle gehört zu dem iPhone.
Genitivdes iPhone / des iPhonesDie Kamera des iPhones ist beschädigt.

Die Formen „der iPhone“ oder „die iPhone“ sind im Singular nicht standardsprachlich. Das grammatische Geschlecht orientiert sich hier an der etablierten Verwendung des Produktnamens.

Beim iPad funktioniert es genauso: das iPad, dem iPad, des iPads. Duden ordnet auch diesen Namen dem Neutrum zu.

Wer regelmäßig deutsche Texte schreibt, kennt ähnliche Fälle, in denen eine kleine Formänderung die Bedeutung oder grammatische Funktion bestimmt. Das zeigt auch der Beitrag zu „zurzeit“ und „zur Zeit“.

Braucht iPhone immer einen Artikel?

Nein. Hier treffen deutsche Grammatik und Apples eigener redaktioneller Stil aufeinander.

Im normalen deutschen Sprachgebrauch sind Sätze wie „Ich habe ein iPhone gekauft“ oder „Das iPhone liegt im Auto“ völlig natürlich. Der bestimmte Artikel bezeichnet häufig ein konkretes Gerät, der unbestimmte Artikel ein nicht näher bestimmtes Exemplar.

Apple empfiehlt in seinem englischsprachigen Style Guide dagegen, Produktnamen wie iPhone, iPad, AirPods oder Apple Watch bei allgemeinen Aussagen gewöhnlich ohne „the“ zu verwenden. Bei einem konkreten Gerät darf ein Artikel stehen. Diese Markenregel lässt sich nicht eins zu eins auf jeden deutschen Satz übertragen.

Für einen deutschsprachigen redaktionellen Text gilt deshalb:

  1. Bei einem konkreten Gerät ist „das iPhone“ normal: „Das iPhone auf dem Schreibtisch gehört Anna.“
  2. Bei einer Produktfamilie oder einem Modellnamen kann der Artikel entfallen: „iPhone 17 unterstützt diese Funktion.“
  3. Nach Präpositionen wird der Artikel häufig grammatisch benötigt: „mit einem iPhone“, „auf dem iPad“, „zwischen den iPhones“.

Ein Markenleitfaden bestimmt die Schreibweise des Produktnamens, aber nicht automatisch jede grammatische Konstruktion einer anderen Sprache.

Des iPhone oder des iPhones: So funktioniert der Genitiv

Die Frage nach dem Genitiv von iPhone gehört zu den häufigsten Stolperstellen. Duden nennt für den Singular sowohl „des iPhone“ als auch „des iPhones“. In normalem Fließtext wirkt die Form mit -s oft natürlicher, weil sie die Zugehörigkeit sofort deutlich macht.

Beispiele:

  • das Display des iPhones
  • die Akkulaufzeit des iPhones
  • die Seriennummer des iPhones
  • die Einstellungen des iPhone 17 Pro

Gerade bei vollständigen Modellnamen ist eine Konstruktion ohne zusätzliche Endung oft eleganter. „Das Gehäuse des iPhone 17 Pro“ liest sich meist sauberer als eine künstlich verlängerte Produktbezeichnung.

Bei iPad gilt dasselbe Prinzip. Duden nennt „des iPad“ und „des iPads“. Im redaktionellen Alltag ist „die Tastatur des iPads“ problemlos verständlich.

„Eine korrekte Form muss nicht in jedem Satz die stilistisch beste Form sein. Bei langen Modellnamen lässt sich der Genitiv oft durch eine geschickte Satzkonstruktion vereinfachen.“

Das ist besonders nützlich bei Produktartikeln. Statt „die Eigenschaften des iPhone 17 Pros“ kann beispielsweise „die Eigenschaften des iPhone 17 Pro“ oder „die Eigenschaften des Modells iPhone 17 Pro“ stehen. Der eigentliche Markenname bleibt dadurch unverändert.

Wer sich für konkrete Apple-Modelle interessiert, findet auf Compakt unter anderem einen Überblick zu Preis und Funktionen des iPhone 17.

iPhones oder iPhone: Wie lautet der Plural?

Im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch lautet der Plural von iPhone „iPhones“. Duden nennt ausdrücklich „die iPhones“.

Das ergibt einfache Formen:

Zahl und FallFormBeispiel
Singulardas iPhoneEin iPhone wurde verkauft.
Plural Nominativdie iPhonesDie iPhones liegen nebeneinander.
Plural Akkusativdie iPhonesEr vergleicht zwei iPhones.
Plural Dativden iPhonesDie Funktion fehlt bei älteren iPhones.
Plural Genitivder iPhonesDie Displays der iPhones unterscheiden sich.

Formen mit Apostroph sind falsch. Es heißt also weder „iPhone’s“ noch „iPhones’“, wenn schlicht die deutsche Mehrzahl gemeint ist.

Hier entsteht allerdings erneut ein Unterschied zwischen allgemeiner deutscher Grammatik und Apples Markenstil. Apples Marketingrichtlinien empfehlen, Apple-Produktnamen selbst nicht in eine Pluralform zu setzen. Statt „iPhones“ soll in entsprechend streng markengeführten Texten beispielsweise von „iPhone Modellen“ oder „iPhone Geräten“ gesprochen werden.

Für journalistische und alltägliche Texte ist die iPhones dennoch eine etablierte deutsche Form. Wer dagegen Werbematerial nach Apples Corporate-Vorgaben erstellt, sollte die Markenrichtlinie beachten und den Produktnamen möglichst im Singular lassen.

Diese Unterscheidung verhindert scheinbare Widersprüche. „Die iPhones“ kann grammatisch korrektes Deutsch sein, während Apple für eigene oder markenkonforme Marketingtexte eine Konstruktion mit unverändertem Markennamen bevorzugt.

iPad richtig schreiben: dieselbe Logik, andere Fehler

Auch iPad richtig schreiben bedeutet: kleines „i“, großes „P“, danach „ad“. „Ipad“ und „IPad“ geben die Marke nicht korrekt wieder.

Duden nennt „iPad“ als Hauptform und ordnet das Wort dem Neutrum zu:

  • das iPad
  • mit dem iPad
  • des iPads oder des iPad
  • die iPads

Am Satzanfang bleibt das kleine „i“ erhalten: „iPad eignet sich für diese Anwendung.“ Stilistisch kann ein solcher Satzanfang ungewohnt wirken. Eine einfache Umstellung löst das Problem: „Das iPad eignet sich für diese Anwendung.“

Bei Modellnamen sollte außerdem nichts eigenmächtig umgebaut werden. iPad Air, iPad Pro und iPad mini behalten ihre jeweilige Schreibweise. Aus „iPad mini“ wird nicht „iPad Mini“, nur weil „mini“ in einer Überschrift steht.

Eine vergleichbare Grundregel gilt für andere ungewöhnliche Wortformen: Die offiziell festgelegte Schreibweise sollte nicht aus optischen Gründen verändert werden. In der Compakt-Reihe „Richtig schreiben“ zeigt das auch die Erklärung zu „imstande“ oder „im Stande“.

Bei Apple-Namen ist Großschreibung kein Gestaltungselement, sondern Bestandteil der Produktbezeichnung.

iPhone, I-Phone oder Iphone? Apple-Produkte richtig schreiben
iPhone, I-Phone oder Iphone? Apple-Produkte richtig schreiben

AirPods, AirPod oder Airpods?

Bei AirPods richtig schreiben liegt die Schwierigkeit an einer anderen Stelle. Die offizielle Produktfamilie heißt AirPods: großes „A“, großes „P“, keine Trennung und kein Bindestrich.

Richtig sind Produktnamen wie:

  • AirPods
  • AirPods Pro
  • AirPods Max

„Airpods“, „Air Pods“ und „Air-Pods“ verändern die Markenschreibweise.

Bei einem einzelnen Ohrhörer taucht gelegentlich „AirPod“ auf. Apple selbst empfiehlt in seinem Style Guide allerdings, den Singular nach Möglichkeit zu vermeiden und Sätze stattdessen umzuschreiben. Aus „Clean each AirPod“ wird sinngemäß besser eine Konstruktion mit „AirPods“.

Das hat einen praktischen Grund: AirPods ist in vielen Zusammenhängen zugleich Produktname und Bezeichnung für das Paar. Eine künstliche Singularbildung kann daher technischer wirken als nötig.

„AirPods ist nicht einfach ein gewöhnlicher deutscher Plural, sondern zunächst der festgelegte Name einer Produktfamilie.“

Auch Artikel hängen vom Satz ab. „Die AirPods liegen im Ladecase“ ist im Deutschen üblich. „Ich verbinde meine AirPods mit dem iPhone“ kommt ohne bestimmten Artikel aus. Bei „AirPods Pro“ sollte der Modellname selbst nicht verändert werden.

Wer sehen möchte, wie mehrere Apple-Namen in einem redaktionellen Techniktext nebeneinander funktionieren, findet ein praktisches Beispiel im Compakt-Beitrag zum Apple Event mit iPhone, Apple Watch und AirPods.

Die häufigsten Fehler bei Apple-Namen

Viele falsche Formen entstehen nicht aus komplizierter Grammatik, sondern durch automatische Korrektur, Gewohnheit oder den Versuch, einen Markennamen an deutsche Großschreibung anzupassen.

Falsch oder ungünstigBesserGrund
IphoneiPhoneMarkenname beginnt mit kleinem i
IPhoneiPhonegroßes P, aber kleines i
i-phoneiPhonekein Bindestrich
IPHONEiPhoneGroßbuchstaben verändern die Markenschreibweise
IpadiPadkleines i, großes P
AirpodsAirPodsP bleibt groß
Air PodsAirPodsProduktname wird zusammengeschrieben
iPhone’siPhoneskein Apostroph für den deutschen Plural
zwei Iphonezwei iPhonesdeutsche Pluralform
des iPhone’sdes iPhonesGenitiv ohne Apostroph

Besonders häufig ist der Apostrophfehler. Das englisch wirkende „iPhone’s“ sieht auf den ersten Blick plausibel aus, hat im deutschen Genitiv oder Plural aber nichts zu suchen. Richtig sind beispielsweise „die Kamera des iPhones“ und „drei iPhones“.

Auch Überschriften ändern die Markenform nicht. Ein Titel wie „IPhone kaufen: Das ist wichtig“ sollte deshalb zu „iPhone kaufen: Das ist wichtig“ korrigiert werden.

Welche Form passt in welchem Text?

Nicht jeder korrekte Satz verfolgt denselben Zweck. Für ein Wörterbuch, einen journalistischen Beitrag und eine offizielle Apple-Werbeanzeige können unterschiedliche Stilentscheidungen sinnvoll sein.

Für normale deutschsprachige Texte bietet sich diese Reihenfolge an:

  1. Produktnamen exakt schreiben: iPhone, iPad, AirPods, Apple Watch, MacBook Air.
  2. Deutsche Artikel und Kasus verwenden, wenn der Satz sie verlangt.
  3. Bei iPhone und iPad sind im Alltag Pluralformen wie „iPhones“ und „iPads“ möglich.
  4. Den Genitiv ohne Apostroph bilden: „des iPhones“, „des iPads“.
  5. Bei langen Modellnamen lieber den Satz umstellen, statt den Markennamen unnötig zu verbiegen.
  6. In streng markenkonformen Marketingtexten Apples zusätzliche Vorgaben berücksichtigen, insbesondere die Empfehlung, Produktnamen nicht in den Plural oder Possessiv zu setzen.

Damit lässt sich auch die scheinbar einfache Frage „iPhone oder Iphone?“ sauber beantworten. Die Marke bleibt iPhone, während der deutsche Satz den Namen mit Artikeln, Fällen und gegebenenfalls einer etablierten Pluralform umgibt.

Apple-Produkte richtig schreiben bedeutet deshalb nicht, deutsche Grammatik auszuschalten. Es bedeutet, die unveränderte Markenschreibweise und die Grammatik des Satzes sauber voneinander zu trennen.

Kurz zusammengefasst

iPhone wird mit kleinem „i“ und großem „P“ geschrieben, iPad folgt demselben Prinzip. Im Deutschen heißt es „das iPhone“, „mit dem iPhone“, „des iPhones“ und in gewöhnlichen Texten auch „die iPhones“. AirPods behält das große „P“ und wird nicht zu „Airpods“ oder „Air-Pods“.

Apples eigene Style- und Markenrichtlinien sind teilweise strenger als der allgemeine deutsche Sprachgebrauch. Sie bevorzugen unveränderte Produktnamen im Singular und vermeiden bei allgemeinen Produktbezeichnungen häufig Artikel. Für deutschsprachige journalistische Texte bleiben grammatische Konstruktionen wie „das iPhone“, „des iPhones“ oder „die iPhones“ jedoch klar verständlich und, im Fall von iPhone und iPad, auch lexikografisch dokumentiert.