Wie die Redaktion von compakt.de berichtet, nahm der Heiligabend für eine Familie in Niederbayern eine dramatische Wendung. Während des gemeinsamen Weihnachtsessens brach auf einem Anwesen im Landkreis Passau ein verheerender Brand aus. Innerhalb kurzer Zeit wurden große Teile eines ehemaligen Milchviehhofs zerstört. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Zurück blieb ein nahezu vollständig vernichtetes Zuhause.
Feuer bricht während des Weihnachtsessens aus
Der Brand ereignete sich am frühen Abend im Weiler Obernstein in der Gemeinde Breitenberg. Die vierköpfige Familie saß in der Küche, als zunächst ein Sicherungsautomat auslöste. Als der 54-jährige Hofbesitzer gemeinsam mit seinen Angehörigen der Ursache nachging, standen Scheune, Stallungen und Garagen bereits in Vollbrand. Die Flammen breiteten sich rasch auf weitere Gebäudeteile aus. Wenig später griff das Feuer auch auf das Wohnhaus über. Innerhalb kurzer Zeit war das gesamte Anwesen massiv beschädigt.

Erste Hinweise zur Brandentstehung
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei in Bayern nahm das Feuer seinen Anfang im Bereich der landwirtschaftlichen Gebäude. Die genaue Brandursache ist bislang nicht geklärt und Gegenstand laufender Ermittlungen. Technische Defekte werden ebenso geprüft wie andere mögliche Auslöser. Fest steht, dass sich der Brand sehr schnell entwickelte. Dies erschwerte das Retten von Tieren und Sachwerten erheblich.
Großeinsatz der Feuerwehren aus der Region
Unmittelbar nach dem Notruf rückten zahlreiche Einsatzkräfte an. Rund ein Dutzend Feuerwehren aus dem Landkreis Passau sowie aus Österreich beteiligten sich an den Löscharbeiten. Die Bedingungen vor Ort waren schwierig, da Dunkelheit und starke Hitze den Einsatz behinderten. Zeitweise standen nur begrenzte Wasservorräte zur Verfügung. Zusätzlich bestand die Gefahr, dass die Flammen auf einen angrenzenden Wald übergreifen könnten. Dieses Szenario konnte letztlich verhindert werden.
Herausforderungen beim Löscheinsatz
Die Feuerwehr hatte unter anderem mit folgenden Problemen zu kämpfen:
– starke Rauchentwicklung und hohe Temperaturen
– eingeschränkte Sichtverhältnisse durch Dunkelheit
– zeitweise knappe Wasserversorgung
– Gefahr einer Brandausbreitung auf Waldflächen
Trotz dieser Umstände gelang es den Einsatzkräften, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Keine Verletzten, aber Tiere kommen ums Leben
Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Die Familie konnte das Wohnhaus rechtzeitig verlassen. Für mehrere Tiere endete das Feuer jedoch tödlich. Nach Angaben der Polizei verendeten 25 Hühner sowie drei Hasen. Weitere Tiere konnten nicht mehr gerettet werden. Der Verlust der Tiere verschärft die ohnehin dramatische Situation für die Betroffenen zusätzlich.
Millionenschaden und vorübergehende Unterbringung
Der entstandene Sachschaden ist erheblich und liegt nach ersten Schätzungen im Millionenbereich. Große Teile des Hofes wurden nahezu vollständig zerstört. Laut Mediengruppe Bayern konnte die Familie vorübergehend im Haus eines Bruders in unmittelbarer Nähe unterkommen. Der landwirtschaftliche Betrieb gilt jedoch als verloren. Für die Familie bedeutet der Brand an Heiligabend einen schweren Einschnitt mit ungewisser Zukunft.
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